Christian Berkel liest im Chemiepark Marl

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Der Schauspieler und Schriftsteller Christian Berkel hat den Roman seiner Familie geschrieben. „Der Apfelbaum“ ist ein deutsches Epos über Antisemitismus, Flucht, Krieg und das Wunder einer Liebe.

»Jahrelang bin ich vor meiner Geschichte davongelaufen. Dann erfand ich sie neu.« Für den Roman seiner Familie hat der Schauspieler Christian Berkel seinen Wurzeln nachgespürt. Er hat Archive besucht, Briefwechsel gelesen und Reisen unternommen. Entstanden ist ein großer Familienroman vor dem Hintergrund eines ganzen Jahrhunderts deutscher Geschichte, die Erzählung einer ungewöhnlichen Liebe.

Am 7. März liest der Berliner, der aktuell als „Der Kriminalist“ im TV unterwegs ist, auf Einladung von Evonik ab 17:30 Uhr im Chemiepark Marl.
„Als engagierter Kulturförderer freuen wir uns, dass wir den erfolgreichen Schauspieler und Spiegel Bestseller-Autor gewinnen konnten, sein Debutroman unseren Mitarbeitern und Nachbarn persönlich vorzustellen", sagt Standortleiter Dr. Jörg Harren. Im Anschluss an die Lesung können Sie das Buch erwerben und vom Autor signieren lassen.

Evonik verlost für die Lesung am 7. März 50 x 2 Eintrittskarten an interessierte Bürgerinnen und Bürger.


Kurze Beschreibung des Buches

Berlin 1932: Sala und Otto sind dreizehn und siebzehn Jahre alt, als sie sich ineinander verlieben. Er stammt aus der Arbeiterklasse, sie aus einer intellektuellen jüdischen Familie. 1938 muss Sala ihre deutsche Heimat verlassen, kommt bei ihrer jüdischen Tante in Paris unter, bis die Deutschen in Frankreich einmarschieren. Während Otto als Sanitätsarzt mit der Wehrmacht in den Krieg zieht, wird Sala bei einem Fluchtversuch verraten und in einem Lager in den Pyrenäen interniert. Dort stirbt man schnell an Hunger oder Seuchen, wer bis 1943 überlebt, wird nach Auschwitz deportiert. Sala hat Glück, sie wird in einen Zug nach Leipzig gesetzt und taucht unter.

Kurz vor Kriegsende gerät Otto in russische Gefangenschaft, aus der er 1950 in das zerstörte Berlin zurückkehrt. Auch für Sala beginnt mit dem Frieden eine Odyssee, die sie bis nach Buenos Aires führt. Dort versucht sie, sich ein neues Leben aufzubauen, scheitert und kehrt
zurück. Zehn Jahre lang haben sie einander nicht gesehen. Aber als Sala Ottos Namen im Telefonbuch sieht, weiß sie, dass sie ihn nie vergessen hat.

Mit großer Eleganz erzählt Christian Berkel den spannungsreichen Roman seiner Familie. Er führt über drei Generationen von Ascona, Berlin, Paris, Gurs und Moskau bis nach Buenos Aires. Am Ende steht die Geschichte zweier Liebender, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch ihr Leben lang nicht voneinander lassen.

Autor:

Siegfried Schönfeld aus Marl

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