30 Selbsthilfegruppen bieten in Marl Hilfe bei physischen oder psychischen Erkrankungen

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Die ehrenamtlichen Vertreter  der Selbsthilfe kamen ins Rathaus und sprachen mit der Stadtspitze. Im Erfahrungs- und Meinungsaustausch informierten sie die Verwaltung über neue Angebote der Gruppen, Mitgliederzahlen und anstehende Termine. Schnell wurde deutlich, wie groß die Bandbreite der insgesamt rund 30 Marler SHG ist.

Großes Angebot der  Selbsthilfegruppen in Marl

 Der Kneippverein ist mit etwa 200 Mitgliedern derzeit die größte SHG in Marl, und die Bluthochdruck-Gruppe feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Vergleichsweise jung ist die Gruppe Medizingeschädigter und Opfer von Behandlungsfehlern. Seit fünf Jahren berät das Netzwerk deutschlandweit und arbeitet eng mit Krankenkassen, Anwälten und der Ärztekammer zusammen. Der Verein „Starke Frauen e.V.“ besteht seit vier Jahren und unterstützt Frauen mit Brustkrebs. Die Parkinson-Selbsthilfe bietet u. a. Gymnastikstunden, um die Bewegungsfähigkeit zu erhalten, dort werden aktuell noch Kursleiter gesucht. Ebenfalls sportlich geht es bei der Koronarsportgruppe Sinsen zu. Die an das Marienhospital angeschlossene Prostata-Selbsthilfe und die Gruppe für ADHS-Erkrankte laden einmal im Monat zu Ausflügen, Vorträgen oder Gesprächskreisen ein. Für Suchterkrankte bieten die verschiedenen „Blaues Kreuz“-Ortsgruppen regelmäßige Treffen an.

Selbsthilfegruppen leisten eine wertvolle Hilfe

Selbsthilfegruppen dienen im Wesentlichen dem Informations- und Erfahrungsaustausch von Betroffenen und Angehörigen, der praktischen Lebenshilfe sowie der gegenseitigen emotionalen Unterstützung und Motivation. Darüber hinaus können Selbsthilfegruppen durch entsprechende Organisationen in unterschiedlichem Grad die Belange ihrer Mitglieder nach außen vertreten.
Die Leistungen der Selbsthilfegruppen werden inzwischen als wichtige Ergänzung zum professionellen Gesundheitssystem von den Kostenträgern anerkannt. Daher werden Selbsthilfegruppen, die sich mit gesundheitlichen Problemen befassen, von der gesetzlichen Krankenversicherung gefördert. Nach § 20h des Sozialgesetzbuch V sind alle Krankenkassen dazu verpflichtet.

Selbsthilfegruppen können Lösungswege zu erarbeiten

Jürgen Leskien engagiert sich seit über zehn Jahren als Sprecher in der Ortsgruppe Marl Mitte. „Die Selbsthilfegruppen ermöglichen es, in geschütztem Raum Probleme anzusprechen und in der Gemeinschaft Lösungswege zu erarbeiten“, fasste Leskien im Gespräch zusammen. „Leider kommen viele Menschen oft erst sehr spät zu uns. Ich kann jedem nur ans Herz legen, frühzeitig den Schritt zu wagen und zu uns Kontakt aufzunehmen.“

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