Bilder, an denen man nicht vorbeigehen sollte

Frank Plück, Dümptener Realschüler aus seiner Foto AG und der angehende PR-Journalist Niclas Scheidt haben Lebensgeschichte junger Flüchtlinge ins Bild gesetzt.
  • Frank Plück, Dümptener Realschüler aus seiner Foto AG und der angehende PR-Journalist Niclas Scheidt haben Lebensgeschichte junger Flüchtlinge ins Bild gesetzt.
  • Foto: PR-Foto Köhring/AK
  • hochgeladen von Sibylle Brockschmidt

Wer bis zum 7. Januar den Weg in die Styrumer Sozialagentur an der Kaiser-Wilhelm-Straße 29 findet, bekommt mehr zu sehen, als Fallmanager und Leistungsbescheide. Denn jetzt sind dort 20 Foto- und Text-Portraits des Fotografen Frank Plück aufgehängt worden. Ihr Titel: "Auf den Punkt 1 reduziert." Zusammen mit den Dümptener Realschülern aus seiner Foto AG und dem angehenden PR-Journalisten Niclas Scheidt hat Frank Plück die Lebensgeschichte(n) junger Flüchtlinge ins Bild gesetzt.

Man sieht in Gesichter junger Menschen, denen man ansieht, dass sie in ihrem noch kurzen Leben mehr gesehen haben, als man es Kindern wünschen und zumuten möchte. Neben den Portraits hängen Texte und Ablichtungen der Gegenstände, die die Geflüchteten auf ihren langen Weg nach Deutschland und nach Mülheim mitgenommen haben. Mal ist es eine Tasch, mal einb Kleidungsstück oder, wie in einem Fall auch gar nichts, weil der abgebildete Jungen eben nichts auf seiner Flucht mitnehmen konnte.

"Ich bin durch die Lokalpresse auf die Ausstellung aufmerksam geworden, die vor einigen Wichen im Rathaus gezeigt wurde. Und die ausgestellten Portraits haben mich so beeindruckt, dass ich mir gesagt habe, die müssen auch in Styrum und an weiteren Orten gezeigt werden", sagt Max Schürmann. Der Leiter der Bürgerbegegnungsstätte Feldmannstiftung lief bei der Leiterin der Styrumer Sozialagentur, Heike Gnilka, offene Türen ein, als er sie bat, die Fotos in ihrem Hause auszustellen. "Wir nutzen unsere Räume regelmäßig als Ausstellungsräume, weil wir die Sozialagentur als einen öffentlichen Anlaufpunkt für unseren Stadtteil verstehen, an dem sich Menschen mit aktuellen Themen auseinandersetzen und miteinander ins Gespäch kommen sollen.

"Ich freue mich, dass die Ausstellung, die ich mit den jungen Flüchtlingen, den Schülern von der Mellinghofer Straße und mit Niclas Scheidt zusammengetragen habe, nicht in einem Magazin verschwindet, sondern jetzt auch hier an einem weiteren Ort der interessierten Öffentlichkeit gezeigt werden kann", sagt Frank Plück. Für die Rektorin der Realschule an der Mellinghofer Straße, Judith Koch, ist die zweite und vielleicht demnächst auch dritte Ausstellung der Flüchtlingsportraits: "ein Motivationsschub für die Schülerinnen und Schüler auch im nächsten Schuljahr in der Foto AG aktiv zu bleiben und sich mit einem Thema von gesellschaftlicher Relevanz auseinanderzusetzen. (T.E.) 

Autor:

Thomas Emons aus Mülheim an der Ruhr

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