Ausstellung in Saarn
„KunstRaus“ passt besonders gut in diese Zeit

Künstlerinnen und Künstler sowie Organisatoren präsentieren auch in diesem Jahr wieder die „KunstRaus“-Aktion in Saarn.
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  • Künstlerinnen und Künstler sowie Organisatoren präsentieren auch in diesem Jahr wieder die „KunstRaus“-Aktion in Saarn.
  • Foto: PR-Fotografie Köhring
  • hochgeladen von Marcus Lemke

Auch im zweiten Corona-Jahr ist es nicht leicht, dem interessierten Publikum künstlerische Werke zu präsentieren. Museen und Galerien waren lange Zeit geschlossen. Einen Zugang gibt es derzeit immerhin für frisch Getestete, Genesene und Geimpfte. Da kommt die „KunstRaus“-Ausstellung, die es bereits seit 1992 gibt, rund um die Düsseldorfer Straße in Saarn gerade recht. Im öffentlichen Raum kann wirklich jede und jeder die Werke der Mülheimer Künstlerinnen und Künstler betrachten.

Zwölf großformatige Werke sind im Dorf Saarn zwischen dem Kloster und dem Einkaufshof Bovenaan noch bis Ende September zu sehen. Die Arbeitsgemeinschaft der Mülheimer Künstlerinnen und Künstler hat sich das Thema „Verschoben“ selbst auferlegt. „Durch die Corona-Pandemie ist fürchterlich viel verschoben worden. In den Kunstwerken ist aber auch viel Hoffnungsvolles zu erkennen“, sagt Christoph Pfeiffer. Der Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Broich-Saarn ist froh, dass die Ausstellung überhaupt stattfinden kann — wenn auch mit Einschränkungen: „Wir als Kirchengemeinde nutzen die gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstlerinnen und Künstler initiierte Ausstellung sowie das damit verbundene Thema normalerweise auch künstlerisch in verschiedenen Gruppen. Aber leider darf da noch nichts stattfinden. Auch die Vernissage und Finissage zum Projekt wurden in der Vergangenheit groß gefeiert. Auch darauf müssen wir im Moment leider verzichten. Jede der zwölf Tafeln besitzt einen QR-Code. Dieser beinhaltet immerhin den direkten Draht zum Künstler.“

Die Kunstwerke sind von Uwe Dieter Bleil („Urlaub verschoben — ab in die Dolomiten“), Karin Dörre („Unter der Oberfläche“), Peter Helmke („verGESETZTgerückt“), Vanessa Hötger-Nogala („Irgendwann wieder Meer“), Jan Homeyer („Summer Delayed/Pan’s Hour“), Helmut Koch („Wartender nach einem alten Meister“), Anne Maria Peters („Markttag“), Joachim Poths („2nd life“), Heiner Schmitz („Verschoben Inkjet Print“), Natalija Usakova („Mami, wann sehen wir uns wieder?“) und Ursula Vehar („Die Leichtigkeit des Seins“) sowie Imre Vidék („Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“).

Spannendes Thema

Der Kunsthistoriker Gerhard Ribbrock, der die „KunstRaus“-Ausstellung fachlich begleitet, meint:

„Ich finde das Thema sehr spannend, und ich konnte mich sehr schnell mit den Werken auseinandersetzen. Leider müssen wir derzeit auch auf die beliebten Rundgänge mit Interessierten verzichten. Hoffentlich können wir davon noch welche im September, wenn alle ein Impfangebot erhalten haben, anbieten.“

Informationen zur Ausstellung sind in einem Katalog zusammengefasst. Dieser ist an der Dorfkirche Saarn (Holunderstraße) und beim Sponsor Greens Immobilien an der Düsseldorfer Straße 15 erhältlich. Die „KunstRaus“-Aktion wird ermöglicht durch die Unterstützung des Immobilien-Unternehmens sowie durch die Stadt Mülheim, die Werbegemeinschaft Saarn, die Leonhard-Stinnes-Stiftung, Edeka Paschmann, REWE und die Sparkasse Mülheim sowie Privatpersonen.

Harte Zeit für Künstler

Für die Künstlerinnen und Künstler war und ist die Corona-Pandemie eine überaus harte Zeit. Uwe Dieter Bleil sagt: „Ich hatte im vergangenen Jahr sieben Projekte geplant. Nur zwei davon konnten realisiert werden. Alles andere fand virtuell oder gar nicht statt. Uns Künstlern fehlt das Geld hinten und vorne.“ Daher erhoffen sich die Mülheimer Künstlerinnen und Künstler, die sich an der „KunstRaus“-Aktion in Saarn beteiligt haben, auch den einen oder anderen Verkauf von ihren markant ausgestellten Kunstwerken.
(von RuhrText)

Künstlerinnen und Künstler sowie Organisatoren präsentieren auch in diesem Jahr wieder die „KunstRaus“-Aktion in Saarn.
Das Kunstwerk von Karin Dörre trägt den Titel „Unter der Oberfläche“.
Autor:

Marcus Lemke aus Mülheim an der Ruhr

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