Ingo Appelt: "Frauen sind Göttinnen - wir können nur noch beten!" Exklusivinterview

Nimmt kein Blatt vor den Mund: Ingo Appelt.
  • Nimmt kein Blatt vor den Mund: Ingo Appelt.
  • Foto: Peter Schaffrath
  • hochgeladen von Lisa Peltzer
Wo: Stadthalle, Theodor-Heuss-Platz 1, 45468 Mülheim an der Ruhr auf Karte anzeigen

Seit nunmehr 20 Jahren ist Ingo Appelt in der Comedywelt zuhause. Als Komiker, der kein Blatt vor den Mund nimmt, wird er jedoch kontrovers diskutiert. Ingo Appelt ist einfach eine Person, die polarisiert und einen unverblümten Humor vertritt.
Das Aufheulen der Presse war groß, und ihre Bedenken bestehen weiter. Schon wieder ein Comedyprogramm zur Mann-Frau-Thematik. Doch Ingo Appelt revolutioniert diese Debatte und stellt mit seinem Programm schon mal eines klar: „Frauen sind Göttinnen- wir können nur noch beten!“

Herr Appelt, am Sonntag, 16. Oktober, besuchen Sie im Rahmen Ihres neuen Programms „Frauen sind Göttinnen- wir können nur noch beten“ auch die Mülheimer Stadthalle. Was wollen Sie den Zuschauern mit Ihrem neuen Comedyprogramm vermitteln?

„Mein Bestreben ist es, das sich die Frauen mal so richtig feiern lassen. Meine Show ist eine Art Erweckungsgottesdienst für beide Geschlechter. Die Männer müssen mal begreifen, dass die Frau etwas Göttliches ist und die Frauen müssen sich als solches auch endlich gebührend feiern lassen. Man kann sich das Ganze wie eine amerikanische Baptistenmesse vorstellen.“

Wie und Wo ist Ihr Programm entstanden?

„Die Idee zu diesem Programm entstand im Laufe der Zeit. Das Thema Mann verzweifelt an Frau oder auch umgekehrt wurde ja jetzt durch Mario Barth zur Genüge diskutiert. Ich wollte mich endlich mal mit den Gründen beschäftigen, wieso überhaupt Probleme zwischen den Geschlechtern auftreten. Da habe ich das ganze Thema an der Wurzel gepackt und auf die religiöse Ebene gehoben. Der Mann als Schöpfer der Frau. Mit dieser Geschichte hat sich der Mann bewusst an die Spitze katapultiert, um seine Schwächen zu vertuschen. Er wusste ganz genau, dass die Frau etwas Göttliches ist und hatte einfach Angst davor. Diese Botschaft der göttlichen Frauen will ich mit meinem Programm in die Welt tragen.“

Was für Probleme hat der Mann denn in Ihren Augen?

„Stellen wir uns vor der Mann wäre eine Marke - der wäre doch schon längst vom Markt genommen worden. Doch das geht ja leider nicht so einfach. Der Mann an sich ist einfach hilflos in unserer Gesellschaft. Frauen bestimmen doch heutzutage, wo es lang geht. Sagt sie, heute Abend geht’s zum Appelt, dann geht’s auch zum Appelt und nicht zum Kegeln. Da hat der Mann einfach gar keine Wahl mehr.“

Wenn Männer in Ihren Augen also Katastrophen verursachen, sich nicht in der Gesellschaft zurechtfinden können, was für Katastrophen haben Sie schon verursacht?

„Ich glaube der größte Fehler, den man als Mann machen kann, ist, anderen Männern zu gefallen oder sich vor ihnen zu profilieren. Das geht eh nach hinten los. Ein Mann muss sich den Frauen zuwenden, sie mit Kerzenschein und romantischer Musik überraschen. Dann ist er auf dem richtigen Weg.“

Sie haben sich einmal als Befreiungskomiker bezeichnet. Inwiefern verstehen Sie sich als Befreier?

„Ich möchte die Frauen befreien. Sie von ihren Ängsten loslösen und ihnen Mut machen, zu sich zu stehen. Der Humor ermöglicht es einem doch viel leichter, sich von Ängsten zu lösen und sich von Sorgen und Nöten zu befreien.“

Abgesehen vom Thema „Frauen sind Göttinnen“, auf welche Geschichten können sich Ihre Fans noch freuen?

„Ich werde mich mit der Entstehung der Problematik zwischen Mann und Frau auseinandersetzen. Der Mann muss begreifen, dass er Dienstleister ist. Er soll sich für die Frauen anstrengen, ihnen was bieten und nicht so primitiv daher kommen. Ich denke, wenn die Zuschauer meine Show verlassen, sehen sie ihre Beziehungen mit anderen Augen.“

HINTERGRUND:

- Geboren 1967 in Essen, drei Kinder.
- gelernter Maschinenschlosser .
- Bekannt durch „Fun Club“ und „Willkommen bei Mario Barth“
- 2011 neue Bühnentour "Frauen sind Göttinnen - wir können nur noch beten!"
- Am 16. Oktober in der Stadthalle zu Gast.

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