Politik
Lindgens-Areal: Wohnhäuser können abgerissen werden

Von RuhrText

Es ist eine Frage der Sichtweise: Die Optimisten werden sagen, dass die Bautätigkeit auf dem Gelände der ehemaligen Lederfabrik Lindgens am Kassenberg weiter voranschreitet. Die Pessimisten werden sich kaum damit anfreunden, dass nun erst der nächste Schritt erfolgen kann. Fest steht: In Kürze wird es weitere Abbrucharbeiten geben.

Zwei von Efeu umrankte, seit Jahren unbewohnte und baufällige Häuser mit ehemaligen Werkswohnungen an der Straße sollen abgerissen werden. „Wir haben die Genehmigung für den Abriss der Häuser erhalten. Ein Unternehmen ist damit beauftragt und wir hoffen, dass es noch in diesem Winter zur Durchführung kommen wird“, sagt Andreas Winkler vom Mülheimer Wohnungsbau. Die MWB bildet bei der Neubebauung des Areals unter der Abkürzung SMW eine Kooperation mit der Sparkasse.

Wie geplant sollen das ehemalige Verwaltungsgebäude der Firma Lindgens und das Pförtnerhäuschen bestehen bleiben. Ein Dorn im Auge sind der bauwilligen SMW hingegen noch das Kesselhaus und der charakteristische Schornstein, an dem allerdings der Zahn der Zeit nagt. „Es gibt leider noch keinen endgültigen Bescheid, ob hier der Denkmalschutz greifen wird oder nicht. Da müssen wir abwarten. Wir sind der Meinung, dass der Schornstein nicht zu erhalten ist. Der Mörtel regnet herab. Das ist jetzt im Winter natürlich nicht besser geworden. Den Bereich um den Schornstein herum mussten wir bereits absperren. Hierzu wünschen wir uns natürlich eine schnelle Entscheidung“, so Winkler.

Städtebaulicher Wettbewerb

Bereits im Jahr 2017 hatten zwölf Planungsbüros ihr Interesse bekundet, die Pläne für das 42 000 Quadratmeter große Areal, auf dem für etwa 500 Menschen 200 Wohnungen (darunter etwa ein Drittel Sozialwohnungen) entstehen könnten, zu erstellen. Ungeachtet der Problematik rund um Schornstein und Kesselhaus wird die SMW nun den städtebaulichen Wettbewerb vorantreiben. Mitte Februar soll dieser beginnen. Im Sommer dieses Jahres soll dann eine Jury bestehend aus Vertretern der Stadt, der SMW und Fachleuten über die Pläne und Ideen entscheiden.

Dieser Prozess ist seiner Zeit auf Eis gelegt worden, weil Investor SMW und die Stadtverwaltung nicht nur beim Thema Denkmalschutz großen und höchst unterschiedlichen Diskussionsbedarf hatten. Mittlerweile haben sich die Wogen aber geglättet. Das bestätigt auch Andreas Winkler: „Damals gab es zu viele offene Fragen, sodass der städtebauliche Wettbewerb von uns abgebrochen werden musste. Seit Monaten sind wir aber mit der Stadt in guten Gesprächen. Es geht nun also voran.“

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