Vom Gerücht zur Hysterie

Wieder einmal wurde eindrucksvoll demonstriert, wie schnell sich ein Thema im Massenmedium Internet verselbstständigen kann. Nachdem eine Schule Eltern informierte, dass ein Kind aus einem Auto angesprochen wurde, verbreitete sich die Meldung rasch. Andere Schulen warnten ebenfalls, diese Schreiben wurden umgehend in einer bekannten Mülheimer Facebook-Gruppe gepostet. Aus einem Vorfall wurden mehrere, es wurde von verdächtigen Menschen berichtet, gar ein Auto-Kennzeichen gepostet, über Kindesentführung spekuliert bis hin zu Fantasien, was man mit so einem Menschen anstellen würde. Halt, Stop, möchte man sagen, bis hierhin und nicht weiter. Es kann nicht sein, dass jeder Erwachsene, der im Schulumfeld ein Kind anspricht, in Verdacht steht, ein Kinderschänder zu sein. Dass Eltern, die ihr widerspenstiges Kind mit Nachdruck zum Auto bringen, als mögliche Kindesentführer gelten. Jeder einzelne Vorfall ist ernst zu nehmen. Eltern zu warnen, Kinder aufzuklären, sorgsam zu sein ist wichtig und richtig. Aber Panik ist kontraproduktiv. Und behindert auch die Arbeit der Polizei.

Autor:

Regina Tempel aus Mülheim an der Ruhr

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