Zehn Jahre ehrenamtliche Seniorensicherheitsberatung in Oberhausen
Senioren schützen

Die Senioren-Sicherheitsberater auf einen Blick, rechts im Bild Werner Nakot. Foto: Polizei Oberhausen
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  • Die Senioren-Sicherheitsberater auf einen Blick, rechts im Bild Werner Nakot. Foto: Polizei Oberhausen
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 In diesem März feiert das ehrenamtliche Projekt „SeniorenSicherheitsBeratung“ (SeSiBe) stolz sein zehnjähriges Bestehen. Angelegt war es ursprünglich auf drei Jahre. Die Idee wurde 2010 als Gemeinschaftsprojekt der Polizei Oberhausen und der Stadt Oberhausen ins Leben gerufen und ist vernetzt mit den Trägern der freien Wohlfahrtsverbänden sowie anderen örtlichen Institutionen.

Von anfänglich 16 Bürgern engagieren sich heute 21 Berater ehrenamtlich für das Projekt, viele von ihnen sind von Beginn an dabei. Sie verstehen ihre Aufgabe vornehmlich darin, für die Sicherheit älterer Menschen einzutreten und aufklärend zu wirken. Sie sind vorwiegend in ihrem Wohnumfeld tätig, sie kennen ihr Quartier und können so entsprechend zielgenau handeln. Wer übrigens glaubt, dass es sich bei den SeSiBe meist um ehemalige Polizisten handelt, der täuscht sich gewaltig. Das trifft nur in einem Fall zu. Im Rahmen der Kooperation werden die Berater aber von den "Profis" regelmäßig in Sicherheitsfragen geschult. Die „SeniorenSicherheitsBeratung“ untersteht dem Kommissariat Kriminalpräventation/Opferschutz, das von Kriminalhauptkommissar Werner Nakot geleitet wird.

30.000 Bürger erreicht

Neben monatlich stattfindenden Taschendiebstahlstreifen in den Stadtteilen Alt-Oberhau­sen, Sterkrade und Osterfeld sind die Beratungen an Infoständen in Geldinstituten – und seit Ende 2019 auch im Bero-Einkaufscenter – eine sehr wichtige Informationsquelle für alle Bürger und Besucher der Stadt. So verwundert es nicht, dass Wolfgang Breitenhuber, einer der SeSiBes der ersten Stunde, berichten kann, dass in den zehn Jahren bei den Aktionen rund 30.000 Bürger erreicht wurden. "Sie erreichen die Menschen auf Augenhöhe, sie sind sehr glaubhaft", begrüßt Polizeisprecher Tom Litges das Engagement aus Sicht der Polizei, welches auch wichtig ist im Bemühen gegen die von vielen Menschen gefühlte Unsicherheit, obwohl die kriminellen Fallzahlen deutlich rückläufig sind. "Man kann dieses ehrenamtliche Engagement für die Allgemeinheit gar nicht hoch genug einschätzen", so Litges.
Einen weiteren Schwerpunkt der Tätigkeiten bilden Vortragsveranstaltungen zu zehn Sicherheitsthemen, die auch als PowerPoint-Vorträge durchgeführt werden. Schutz vor „Handtaschenraub/Taschendiebstahl“, „Trickbetrug und Trickdiebstahl“ oder auch „Raub an Geldautomaten“ sind nur einige davon.

Falsche Polizisten

Eine ganz perfide Vorgehensweise beim Trickbetrug ist der sogenannte „Enkeltrick“ und jetzt im verstärkten Maße die Masche mit den „Falschen Polizisten“, auf die immer wieder viele ältere Menschen hereinfallen und dabei oftmals ihre gesamten Ersparnisse verlieren. Hierauf wird zurzeit auf Vorträgen und bei Beratungsgesprächen verstärkt eingegangen
Auf Seniorenveranstaltungen in vielen Vereinen und Institutionen weisen die Senioren-Sicherheitsberater in ihren Vorträgen auf die Gefahren durch Trickbetrug und Trickdiebstahl hin und geben dazu wichtige Tipps, wie man dieses verhindern kann.

Gesehen werden

Bisweilen besetzen SeSiBe aber auch Themen, die nicht nur direkt mit Kriminalität zu tun haben. Christa Thissen etwa. Ihr geht es um die Sicherheit insbesondere in der dunklen Jahreszeit, ums „Gesehen werden“ der Fußgänger und Radfahrer mit Hilfe entsprechender Kleidung oder Accessoires.
Jeden zweiten Dienstag im Monat treffen die sich Senioren-Sicherheitsberater In den Räumen der Kriminalprävention, um sich untereinander fachlich auszutauschen oder weiterzubilden.
An diesem Tag können interessierte Bürger telefonisch Fragen zu Sicherheitsthemen an die Berater stellen und wichtige Informationen und Tipps bekommen. Unter der Rufnummer 826-4511 steht dafür in der Zeit von 14 bis 16 Uhr ein Senioren-Sicherheitsberater als Ansprechpartner zur Verfügung.
Wer mehr über das Projekt wissen möchte, der findet weitere Informationen im Internet unter www.seniorensicherheitsberatung-oberhausen.de .

Autor:

Jörg Vorholt aus Oberhausen

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