Drei Tage Jazz
Festival "Hömma" geht in die nächste Runde

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HÖMMA 21 – Das Jazzfestival in Oberhausen, geht in die nächste Runde. Von Freitag, 8., bis Sonntag, 10. Oktober gibt's verschiedene Live-Acts an verschiedenen Locations im Stadtgebiet. Zu den akustischen Leckerbissen gehören unter anderem der Auftritt von "Nighthawks" und das Konzert der WDR Big Band.

"Wir freuen uns sehr, dass wir unserem Publikum ein vielfältiges Programm auf Top-Niveau bieten können. Das war so im vergangenen Jahr wegen der Pandemie leider nicht möglich“, betont Uwe Muth, der das Festival gemeinsam mit dem Jazz-Schlagzeuger Peter Baumgärtner, unter anderem künstlerischer Leiter der Hildener Jazztage, organisiert.
Los geht's am Freitag, 8. Oktober, im Ebertbad. Ab 19.30 Uhr stehen "RoMi" auf der Bühne – zwei Top-Musiker, die wie eine Big Band auf drei Quadratmetern klingen. 
Anschließend reisen die Zuhörer auf einem abenteuerlichen Trip durch den faszinierenden Sound-Kosmos der "Nighthawks": Mit kräftigen Melodien, groovigen Rhodes Sounds und satten Bässen liefert die Band den Soundtrack zu vielen imaginären Filmen, die unbedingt noch gedreht werden sollten. Dreifach ausgezeichnet mit dem German Jazz Award in Gold gehört das Quintett zum Besten, das Deutschland in Sachen Nu Jazz zu bieten hat. Kraftvoll, direkt und eindrucksvoll. 
Der Eintritt kostet 15 Euro.
Am Samstag, 9. Oktober, gibt's "Songs gegen den Strich gebürstet": Sängerin Inga Lühning und Bassist André Nendza verpassen Klassikern der Pop-Geschichte einen komplett neuen Look. Im AKA 103 der Ruhrwerkstatt interpretieren die beiden Musiker ab 18 Uhr Künstler wie Marianne Faithfull, Franz Josef Degenhardt, BAP, Michael Jackson oder Element of Crime – mal ganz pur mit Stimme und Kontrabass, mal komplex mit Loopern, E-Bass, Effekten und Bass-Schlitztrommel. 
Ungewöhnliche Begegnung an einem besonderen Ort: Um 19.30 Uhr trifft das Trio "Accordion Affairs" in der Christuskirche an der Nohlstraße 2-4 auf ein Kammermusik-Trio um den Flötisten Jörg Fiedler. Der ausgewiesene Experte für alte Musik und begnadete Virtuose studierte bereits im Alter von 14 Jahren an der Folkwang-Hochschule in Essen. Mit seinem Ensemble hat er sich auf Musik des Barock spezialisiert. "Zusammen mit Jazz ergibt sich dann eine sehr inspirierende Kombination", betont Festival-Macher Peter Baumgärtner, der bei "Accordion Affairs" am Schlagzeug sitzt. Schließlich sei der Jazz schon immer offen für neue Einflüsse gewesen. 
"Feel the beat!" heißt es ab 21 Uhr im Walzenlagerkino im Zentrum Altenberg an der Hansastraße 20, das zum Schauplatz expressiver Schlagzeug-Kunst wird. Mit Christoph Haberer erleben die staunenden Zuhörer einen Ausnahmedrummer und Percussionisten, dem es scheinbar mühelos gelingt, unterschiedlichste Rhythmen gleichzeitig zu trommeln. 
Von anderen Medien als „wahrer Hexer auf seinem Instrument“ bezeichnet, spielt Gunther Tiedemann, Musiker, Komponist, Arrangeur, Dozent und Autor, auf seinem Cello. Mit Leichtigkeit entlockt er den vier Saiten gänzlich ungewohnte Klänge - mal glaubt man, eine E-Gitarre zu hören, dann wieder einen Kontrabass oder eine afrikanische Trommel. Im Zusammenwirken mit Thomas Rückert am Piano, dem Gitarristen David Plate sowie Sebastian Netta am Schlagzeug entwickelt sich ab 22.30 Uhr in der Fabrik K14 an der Lothringer Straße 64 ein faszinierender Musik-Talk über Jazz, Auch-Jazz, Bekanntes und demnächst-Bekanntes.
Der Eintrittspreis pro Konzert liegt bei zehn Euro. 
Wer am Samstag mehrere Konzerte besucht, bezahlt für das zweite Konzert nur fünf Euro, wenn er das Ticket für das erste Konzert vorlegt. Für das dritte Konzert zahlt er 2,50 Euro, muss aber Ticket 1 und Ticket 2 vorlegen. Besucht man alle vier Konzerte, ist das vierte Konzert frei.
Das spektakuläre Abschlusskonzert von HÖMMA am Sonntag, 10. Oktober, beginnt um 19.30 Uhr in der Luise-Albertz-Halle an der Düppelstraße 1. Mit ihrem Programm „Tribute to a Master – The Music of Chick Corea“ verneigt sich die WDR Big Band musikalisch vor dem Anfang des Jahres verstorbenen Keyboarder und Komponisten Chick Corea.
Seine musikalische Karriere begann 1969, nachdem er an dem wegweisenden Fusion-Album „Bitches Brew“ von Miles Davis mitgewirkt hatte. Im Februar 1972 baute er mit seiner Band Return to Forever die Brücke vom Jazz zum populären Mainstream und wurde zu einem Weltstar des Jazzrock. Bis zu seinem Tod arbeitete er mit zahlreichen Musikern zusammen, spielte Jazz ebenso wie Mozart und komponierte zwei Klavierkonzerte. Chick Corea wurde mit 25 Grammys ausgezeichnet. Einer der ganz Großen. Der Eintritt kostet 20 Euro. 
Weitere Informationen gibt's im Internet unter: www.hoemma-jazz.de. Tickets sind im Theater Oberhausen Will-Quadflieg-Platz 1, entweder an der Theaterkasse oder im Internet unter www.theater-oberhausen.de oder im Ebertbad, Ebertplatz 4, an der Kasse oder im Internet unter www.ebertbad.de erhältlich.
Es gelten die behördlichen Bestimmungen zum Coronaschutz.

Autor:

Karin Dubbert aus Oberhausen

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