Innovative Verkehrsplanung gefordert
GRÜNE lehnen Planung an der Kewerstraße ab

Grundsätzlich begrüßt die GRÜNE Ratsfraktion die Erneuerung der Wegesituation am Kreuzungspunkt Bebel-, Behrens- und Kewerstraße. Der nun vorgelegten Planung, verbunden mit dem Brückensanierungsprogramms der DB Netz AG, können die GRÜNEN so aber nicht zustimmen.
Da die Planungen nach Ausführung jahrzehntelang währen werden, muss der Blick auch zukunftsgerichtet ausfallen. In dieser Zukunft wird sich Mobilität diverser aufstellen.

„Der vorgelegte Entwurf legt aus unserer Sicht einen viel zu großen Schwerpunkt auf die Breite von Fahrbahnen“, erklärt Tim Heinzen. Dabei sei, so der stellvertretende Bezirksbürgermeister in Alt-Oberhausen, der auch dem Stadtplanungs- und Mobilitätsausschuss angehört, zwar zu begrüßen, dass dies zugunsten des ÖPNV geplant wurde, es wurde aber übersehen, dass die entstehenden, weiter geschwungenen und gut einsehbaren Kurven, Autofahrende geradezu zum Schnellfahren einladen.

„Wir sprechen hier von einem Verbindungsweg zwischen Ruhrpark, Naturbad Styrum, mehreren Schulen, Kitas und großen Wohngebieten. Da müssen alle Verkehrsteilnehmende und deren Sicherheit gleichermaßen berücksichtigt werden. Es darf nicht dabeibleiben, Radfahrende auf diese für den motorisierten Verkehr ausgelegte Strecke zu schicken.“

Die GRÜNEN erwarten von der Verwaltung smartere Lösungen als einfach nur breitere Straßen. Wurde beispielsweise über signalgebergesteuerte Zufahrtsregelungen nachgedacht? „Die Verkehrssignalanlagen unserer Stadt sind in einem 1a-Zustand und werden von anderen Kommunen mit Bewunderung zur Kenntnis genommen“, stellt Tim Heinzen fest. „Wer mit Funk Verkehrszählungen durchführt und Grüne Wellen für Radfahrende bauen kann, der kann auch dafür sorgen, dass sich Busse nicht in die Quere kommen.“

Zudem stellen sich die GRÜNEN die Frage, wieso der Styrumer Pfad 2 nicht als Ausweichstrecke genutzt wird, um Radfahrenden via Ohrenfeld ein Alternativ-Angebot zu unterbreiten?
„Unter den gegebenen Umständen können wir dem Entwurf nicht zustimmen“, erklärt Heinzen, „da die Kosten und die Implikationen in Zukunft zu groß sind, um mit den Mobilitätskonzepten von vor 30 Jahren gelöst zu werden. Wir erwarten von der Oberhausener Verwaltung innovativere Vorschläge.“

Autor:

Stefanie Schadt (GRÜNE) aus Oberhausen

Webseite von Stefanie Schadt (GRÜNE)
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