Nordtriathleten stellen sich erfolgreich der 1.SwimRun Urban Challenge

Jens Stammen (links) und Max Komes (rechts)
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Ein Erfahrungsbericht von Jens Stammen:

Nordtriathleten sind immer für eine verrückte Idee gut. Ganz getreu diesem Motto starteten Jens Stammen und Max Komes erfolgreich bei der 1. SwimRun Urban Challenge in Duisburg. Die skandinavische Langdistanz von knapp 40 km - eine sogenannte Öttilö Endurance Distanz - stand auf dem Programm. „Nicht kleckern, klotzen!“ So hatte es der Veranstalter angepriesen.

Doch vorab: Woher kommt der Sport und was genau ist ein SwimRun?

SwimRun kommt aus Schweden und hat sich in den vergangenen Jahren dort zu einem regelrechten Volkssport entwickelt. Es gibt inzwischen über 150 SwimRun-Wettkämpfe allein in Schweden - Tendenz steigend. Dort findet auch jedes Jahr die inoffizielle Weltmeisterschaft ÖTILLÖ (schwedisch für "von Insel zu Insel") statt. Die Athleten müssen sich an das Laufen im Neoprenanzug und Schwimmen mit Schuhen gewöhnen und dabei allerhand Hilfsmittel "koordinieren". Die variable und anspruchsvolle Streckenführung durch offenes Gewässer, Wander- und Radwege, Trails mit teilweise knackigen Auf- bzw. Abstiegen sowie die zahlreichen Wechsel machen einen SwimRun ein Stück weit weniger planbar - Improvisation ist gefragt!

Ein weiterer Aspekt ist der Teamgeist-Gedanke. Im Zweier-Team muss man sich entsprechend auf den Teamgefährten einstellen und gemeinsam die Unwägbarkeiten & Herausforderungen bewältigen. Beim Laufen und Schwimmen darf der Abstand zwischen den Mitgliedern eines Teams 10 m nicht überschreiten. Schwimmhilfen & sonstige Hilfsmittel - Paddles, Pullbuoys sowie eine Verbindungsleine sind erlaubt.

Genau dieser Öttilö Herausforderung wollten sich Max Komes und Jens Stammen aus Oberhausen stellen, und gingen als „Starfish Team“ an den Start an der Regattabahn in Duisburg.

Beide hatten sich akribisch die letzten 2 Monate auf diesen Wettbewerb vorbereitet. Komes, der erst 19-jährige Medizinstudent, konnte seine Laufstärke voll einbringen. Dabei konnte er sich ganz auf die Unterstützung von Stammen, dem 37-jährigen ehemaligen Oberhausener Schwimmstadtmeister verlassen. Sowohl die Strecke als auch die Gewässer waren den beiden Lokalmatadoren aus dem Ruhrpott sehr gut bekannt. Selbstverständlich ein enormer Vorteil gegenüber den Kontrahenten, die teils aus Belgien, den Niederlanden oder aus dem fernen Bayern angereist waren.

Etliche Koppeltrainingseinheiten haben die zwei Oberhausener Athleten zu einem funktionierenden SwimRun Team zusammengeschweißt, was sie auch in Duisburg kräftig unter Beweis stellten. 

Beide hatten sich von Anfang an eine erprobte Wettkampfstrategie zurechtgelegt: „Am Arsch ist die Ente fett!“. Was so viel bedeutet, dass man sich nach hinten raus Kräfte aufspart.

Aber wie immer im Sport, kam alles anders. Bei angenehmen 20°C Außentemperatur und ca. 24 °C Wassertemperatur ging es um 9 Uhr morgens los. Direkt nach dem Startschuss dominierte das Starfish-Team das Rennen und konnte sich von Schwimmstrecke zu Schwimmstrecke weiter vom Feld absetzen.

Insgesamt wurden bei den 52 Wechseln ca. 34km gelaufen und ca. 6km geschwommen. Das ein Start-Ziel-Sieg errungen werden konnte, hatten Stammen und Komes nicht erwartet. Die harte Arbeit hatte sich aber offensichtlich gelohnt, denn das Team aus Oberhausen war in eindrucksvoller Bestform! Mit einem Abstand von über 15 Minuten auf das zweit-platzierte Team, blieb schließlich die Uhr mit 4 Stunden und 33 Minuten stehen.

Jens Stammen (links) und Max Komes (rechts)
Autor:

Dirk Adolphs aus Oberhausen

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