U13 der 69ers mit tollem Trainingslager

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Zusätzliches Highlight mit Sieg über den FSV Jüchen

69ers U13 – FSV Jüchen 69:32 (18:4 19:9 14:9 17:10)

Donnerstag, 5.1. Tag 1
Am Donnerstag starteten die Mädels ihre Reise in die Sportschule Radevormwald (in der Nähe von Wuppertal). Es wurde doch ein wenig gestaunt, je näher man kam, da der Weg über die Landstraße immer kurviger, bergiger und immer ärmer an Häusern wurde. Die letzten Meter wurden dann sogar von einer dünnen Schneeschicht an den Rändern begleitet.

Angekommen an der Sportschule, wurden erst einmal die Zimmer verteilt. Der Einzug klappte reibungslos, die 69ers konnten also in das Abenteuer Trainingslager starten.

Nach der ersten Wurfeinheit lernten die Mädels dann die Küche des Hauses kennen. Da das Essen in Buffetform angeboten wird, konnten die Mädels immer was finden, auch wenn den meisten die „gute amerikanische Küche“ sicher lieber gewesen wäre. Nach kurzer Pause ging es dann erneut in die Halle, ein wenig KSÜ und ein kleines Spiel, dann ging es duschen.

Raum Montreal (Die Räume sind nach Olympiaorten benannt) war unser Team-Raum. Hier gab es die erste Theoriestunde. Leider dauerte es ein wenig bis der Trainer merkte – in diese Köpfe geht Heute nichts mehr rein. Da es auch schon spät war, Zähneputzen und Abmarsch ins Bett.

Freitag, 6.1. Tag 2

Früh am nächsten Morgen gingen die menschlichen Wecker durch die Zimmer. Da Einige ein wenig „Probleme mit dem Einschlafen“ hatten, schaute man doch in viele müde Gesichter.
Auf ging es zum Dauerlauf vor dem Frühstück - die Begeisterung hielt sich in Grenzen. Trotzdem zogen alle gut mit, also ab zum Stärken.
Diese Vitamine mussten natürlich sofort genutzt werden. Als Team wurde an den Schwächen der letzten Spiele gearbeitet und den Mädels erklärt, was sie in welchen Situationen warum machen sollen und wie sie sich gegenseitig helfen können. Die Einsicht war da und für ein erstes Training klappte es super gut.

Weiter ging es mit ein wenig Freizeit und der ersten kreativen Aufgabe, in der die Mädels Ihre Trainer einschätzen sollten. Als Belohnung lockte die Streichung des Morgenlaufes – die Mädels waren extrem motiviert! Nach dem Mittagessen folgte die Auflösung – kurz sackte die Stimmung auf den Nullpunkt, die Zielvorgabe schien verfehlt, also doch früh raus und laufen. Nach kurzer Prüfung dann aber doch, die Mädels hatten die Zielvorgabe hauchdünn geschafft – Stimmung gerettet. Es folgte der Anschreibelehrgang. Alle sollten noch einmal die wichtigen Dinge vertiefen, da nichts schlimmer ist, als ein schlechter Anschreibetisch – da waren sich auch die Mädels einig. Die Konzentration hätte besser sein können, aber der Schlafmangel setzte sich doch ein wenig durch.

Im Anschluss der gewünschte Ausflug ins Dorf. Nach einem kurzen Kleidungscheck, ob die mitgebrachte Kleidung auch für die örtlichen Temperaturen (-6 bis -9 Grad) ausreichen würde, ging es los. Den Mädels wurde doch ein wenig kalt, doch nachdem auch die letzte Jacke geschlossen wurde, auch wenn es total „uncool“ ist, Einge sogar erstmalig ihre Mützen an den Jacken nutzten, ging es. Im Dorf war nicht viel los, also ging es über Rossmann zur Eisdiele, die tatsächlich auf hatte. Eine kleine Eisrunde, kurzer Besuch beim Bäcker und dann ab zurück in die warme Sportschule.

Erneut ging es in die Halle, in der die Mädels Bekanntschaft mit den Pedalos der Sportschule machten – es war Liebe auf den ersten Blick. Alle erinnerten sich an die frühe Kindheit zurück und packten nur zu gern nun auch noch den Ball dazu. Ein schöner Anblick, mit 18 glänzenden Augen wurde durch die Halle gedüst, auch wenn es bei Einigen auch der Angstglanz gewesen sein kann.
Vor- und nach dem Abendessen mussten die Mädels dann kreativ werden. Es ging darum einen neuen Spielstartspruch zu finden, da sie mit dem vom Trainer ausgewählten Spruch nicht wirklich zufrieden waren.

Was die Mädels nach dem Abendessen präsentierten, „haute die Coaches fast vom Hocker“. Sie waren wirklich kreativ und vor allem Luise muss man hier erwähnen, die es selbst bei der Vorstellung der Vorschläge der anderen Gruppen schaffte, diese direkt noch ein wenig aufzupeppen.

Es wurde gewählt und es gab einen einstimmigen Sieger, nun müssen die Mädels den Spruch nur noch „performen“, aber das kommt später.
Ein letztes Spiel, bei dem gleichzeitig die Anschreibekenntnisse vertieft wurden, dann ging es duschen und diesmal früh ins Bett.

Samstag, 7.1. Tag 3

Um 6 Uhr wurden die beiden Kadermädels geweckt, der Blick in die müden Gesichter erzeugte beim Trainer schon Mitleid. Zusätzlich schneite es seit kurzer Zeit, so dass auch die Anfahrt für Josies Vater zu einem kleinen Abenteuer wurde. Trotzdem wurden die Mädels zum Kadertraining nach Bonn gefahren und direkt danach wieder zurück. Wie schnell die Beiden zurück zu Ihrem Team wollten kann man daran sehen, dass sie sich noch nicht einmal ein „amerikanisches“ Mittagessen gönnten und somit bis zum Abendessen hungern mussten.

Das Team war in ihrer Abwesenheit natürlich auch nicht untätig.
Nach dem Frühstück gab es ein wenig Koordination und Ballhandling auf den Pedalos. Das Training machte allen so viel Spaß, dass es direkt bis zum Mittagessen ausgeweitet wurde. Danach kurze Abstimmung, Basketballvideos ansehen oder Wurftraining und die knappe Mehrheit entscheidet sich für Training – man sind die motiviert – ein Trainertraum wird wahr! Die Coaches gaben kurzerhand „Ihre Trennung“ bekannt und so betreute Jenny die Videogruppe und Björn ging in die Halle. Nach einigen Übungen trafen dann schon wieder die Kadermädels ein und gingen erst einmal duschen.

Die Coaches führten die Mädels wieder zusammen, Videoanalyse des Osterath Spiels war angesagt, wenn nur der Trainer die extra vor dem Camp geschnittenen Videos gefunden hätte!
Na gut, dann eben die Gunst der Stunde nutzen. Wenn man schon so eine tolle Schneekulisse hat, dann muss einfach ein Team Foto im Schnee her, inkl. anschließender Schneeballschlacht – herrlich!

Schnell wieder rein, umziehen und ab in die Halle. Die nächste Lektion „Was mache ich in welcher Situation und wie Verteidige ich als Team“ stand auf dem Plan. Mal sehen, ob nun alle verstanden haben, was die Coaches meinen, wenn sie ständig „Helpside“ von der Seite rufen!

Die beiden Kadermädels schielten immer wieder zur Uhr, wenn man das erste Mal im Leben so richtig Hunger hat, vergeht die Zeit einfach nicht schnell genug – geschafft, es war Zeit für das Abendessen.

Nach dem Abendessen dann doch noch die Spielanalyse, der Trainer hatte die Videos dann doch noch gefunden. Alle Mädels waren erstaunt. So hatten sie sich selber gar nicht in Erinnerung. Garniert wurde das Video von den gewohnt ironischen Kommentaren des Trainers, natürlich konnte man erheblich besser über die Fehler der Mitspielerinnen lachen und lästern!

Die Videoanalyse ging dann nahtlos in die Abschlussparty über, endlich gab es Chips und Limonade und die Mädels zeigten, dass sie auch richtig gut feiern können.

Sonntag, 8.1. Tag 4

Nach dem Frühstück wurden die Sachen gepackt und es ging ein letztes Mal in die Halle. Ein erneutes Wurftraining zeigte den Mädels, von welchen Positionen sie welche Trefferquote haben.

Ein letztes Mittagessen, es herrschte Aufbruchsstimmung. Die Eltern-Taxis waren pünktlich vor Ort, einladen und Abfahrt – so weit die Theorie.
Bei den Eltern und bei Jenny klappte dies auch reibungslos, dass Auto vom Trainer wollte aber keinen Ton mehr von sich geben. Während die Eltern schon weg waren, konnte immerhin Jenny noch abgefangen werden. Nachdem aber auch die Starthilfe eines anderen Gastes der Sportschule versagte, musste umgepackt werden. Gepäck zu Björn, Spielerinnen, Taktikboard … zu Jenny, die nun das Spiel übernehmen musste.

Sonntag, 8.1. Das Duell der Tabellenführer

69ers-FSV Jüchen 69:32 (18:4 19:9 14:9 18:10)
Pünktlich um 15 Uhr startete das mit Spannung erwartete Duell, Sterkrade 69ers gegen FSV Jüchen. Beide Teams sind in ihren Regionalligagruppen ungeschlagen und haben die jeweils knapp dahinter platzierten Teams mit 20 Punkten unterschied geschlagen.

Der Start war sehr nervös auf beiden Seiten. Nach fast drei Minuten der erste Korb für die 69ers. Dann war der Knoten allerdings geplatzt. Erst nach acht weiteren Punkten schaffte auch Jüchen den ersten Korb, zum 10:2. Die 69ers hatten das Spiel im Griff und zeigten, dass sie im Trainingslager aufgepasst hatten. Es gab keine einfachen Punkte für den Gegner und selber zog man immer wieder gut zum Korb, hatte aber auch ein Auge für die „cuttende“ Spielerin. Mit 18:4 ging das erste Viertel deutlich an die 69ers.

Im zweiten Viertel merkte man dann doch an der einen oder anderen Stelle die Müdigkeit in den Beinen. Dadurch öfter einmal einen winzigen Tick zu spät, was zu vielen unnötigen Fouls führte. Da der Ball im Angriff aber weiterhin gut gespielt wurde, konnten sich gleich sieben Spielerinnen in diesem Viertel in die Scorerliste eintragen. Ein verdientes 19:9 brachte ein 37:13 zur Halbzeit.

Im dritten Viertel hakte es dann auch im Angriff immer mal wieder und einfache Punkte wurden leider vergeben. Wahrscheinlich brachte das Eintreffen vom Coach einfach zu viel Unruhe ins Team. Trotzdem spielten die 69ers weiter eine aufmerksame Verteidigung und konnten auch dieses Viertel mit 14:9 für sich entscheiden.

Im letzten Viertel klappte es dann wieder besser und alle konnten sich noch einmal beweisen. 18 eigene Punkte von sechs verschiedenen Spielerinnen sind mehr als OK. Mit 18:10 ging auch dieses Viertel an die 69ers. Nachdem die Mädels den neuen Spruch zum Spielstart nicht genutzt hatten, probierte man diesen nach dem Spiel – da ist aber noch mächtig Luft nach oben!

Fazit:
Ein tolles Trainingslager und ein noch tolleres Ergebnis gegen einen starken Gegner. Die Mädels aus Jüchen kämpften bis zum Schluss tapfer weiter. Zu berücksichtigen ist hier sicherlich, dass sie mit nur sieben Mädels anreisten, was die Aufgabe sicher nicht einfacher machte. Wir wünschen unseren sympathischen Gegnern viel Erfolg für die Rückrunde! Nächste Woche geht es weiter mit einem Freundschaftsspiel gegen die U15-2 der Ruhrpott Baskets Herne. Noch einmal herzlichen Dank an die Eltern und Mädels, die dieses tolle Trainingslager möglich gemacht haben.

69ers: Lilly (2), Luise (6), Stina (1), Josie (24), Helene (10), Sude, Jaymee (6), Leni (12), Anna-Lena (8).

Autor:

Björn Bräutigam aus Oberhausen

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