Hilferuf aus Afghanistan
Friedensdorf bittet um Unterstützung bei Soforthilfe für Flutopfer

Foto: Friedensdorf

Das Leid der Menschen in Afghanistan findet kein Ende. Im August wurden einige Provinzen im Osten des Landes nach heftigen Regenfällen von einer schweren Sturzflut erfasst. Laut offiziellen Angaben forderte die Flut viele Todesopfer. Zudem wurden Straßen, etliche Häuser und tausende Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche zerstört. Vier Monate nach den verheerenden Wassermassen ist die Versorgungslage der Menschen im Bezirk Khushi in der Provinz Logar noch immer katastrophal.

Tausende Menschen wurden aus ihrer Heimatprovinz vertrieben, viele Familien sind obdachlos oder leben in Zelten. Dies bestätigt ein eindringlicher Hilferuf des „Afghanischen Roten Halbmondes“, langjähriger Partner von Friedensdorf International. Alsbald soll Hilfe in Form von Lebensmitteln und Decken in die betroffene Bergregion geschickt werden.

Unmittelbar nach der Flut im August hatte der Afghanische Rote Halbmond bereits Hilfsgüter, unter anderem an die 700 Zelte, nach Khushi geschickt, um eine erste, notdürftige Hilfe zu gewährleisten. In den insgesamt fünf Camps leben nun tausende Familien, jeweils zwei Familien müssen sich ein Zelt teilen. Ihr Hab und Gut haben sie in den Fluten verloren. „Wir müssen den Menschen in Khushi dringend helfen. Wir sehen Bilder von Kindern, die sich in dünner Bekleidung um einen Ofen kauern, um wenigstens etwas Wärme zu bekommen. Es liegt bereits Schnee in der betroffenen Region. Wir müssen es so deutlich sagen: Die Kinder erfrieren. Und sie hungern. Wir können einfach nicht wegschauen“, beschreibt Birgit Stifter die Dramatik des Hilferufes vom Afghanischen Roten Halbmond. Friedensdorf International möchte daher nicht lange zögern und schickt insgesamt 1.000 Lebensmittelpakete sowie 2.000 Decken in den Osten Afghanistans. „Wir bitten für unsere Soforthilfe dringend um Spenden“, sagt Friedensdorf-Leiterin Birgit Stifter.

Bereits seit 1987 steht Afghanistan auf der Liste der Friedensdorf-Einsatzländer. Auch aus der Flutregion hat die Hilfsorganisation in der Vergangenheit verletzte und kranke Kinder nach Deutschland gebracht, um ihnen eine medizinische Behandlung zu ermöglichen.

Spendenkonto: Stadtsparkasse Oberhausen, IBAN DE59 3655 0000 0000 1024 00. 
Stichwort „Flut Afghanistan“.

Autor:

Karin Dubbert aus Oberhausen

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