Corona und Nordseefeeling?
Corona und Nordsee? Ist das Urlaub?

In diesem Jahr ist alles anders. Den gewohnt erholsamen Urlaub an der Nordsee stellen aktuell viele Ostfriesland- und Nordsee-Fans infrage. Corona hat vieles verändert, wenngleich nicht grundlegend. Spontane Kurzurlaube, wie zum Beispiel zum charmanten Fischerdorf Greetsiel werfen ihre Schatten voraus. Zu viele Auflagen, zu viele Vorschriften lassen viele Urlaubsplaner den Spaß verderben.

Die Corona-Krise  führte und führt daher zu zahlreichen Stornierungen und allgemeiner Verunsicherung. So bestärkt sie die Reiselustigen doch lieber im heimischen Garten zu verweilen. Auch wenn die Lockerungen langsam wieder die Pforte zum begehrten Nordseeurlaub öffnen, bleiben doch viele Touristen zwiegespalten und reagieren verhalten mit Buchungen.

Einige Nordsee-Enthusiasten planen zwar ganz schnell wieder ihre Koffer zu packen, andere jedoch stornieren lieber. Zu unsicher sei die Lage nach dem Covid-19 Ausbruch, dass zum zentralen, medialen und auch globalen Thema wurde. Covid-19 wurde zum Killer unserer Reiselust. 

Die Ostfriesen haben selbst einige harte Wochen hinter sich. Besonders an Orten, wo der Tourismus die Kassen füllt, herrschte lange ein großer Schrecken. Pure Existenzangst saß und sitzt vielen im Nacken.  Tourismus an der Nordsee ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Das führte die Corona  Krise vielen Gastronomen, Ferienhausbesitzern sowie stark vom Tourismus abhängigen Existenzen vor Augen.  Und es ist noch immer nicht auszumachen, welche Betriebe durch Corona vor dem Exitus stehen könnten. 

So leer war es schon lange nicht mehr an den beliebten Küstenorten, stieg doch in den letzten Jahren die Reiselust vieler Nordseefans sich auch in den Randzeiten Erholung in salziger Luft zu suchen. Die Menschen reisen gerne spontan, suchen Abwechslung. Es wurde immer häufiger ein mehrmaliger Kurzurlaub gebucht, als eine wochenlange Erholung. Der Trend wanderte in Richtung: Heute Shopping in New York,  nächste Woche Langeoog. 

Seit wenigen Wochen und ersten Lockerungen reisten die ersten Wohnmobilbesitzer wieder an. Nach Aufhebung des Reiseverbotes standen die ersten bereits nach Mitternacht auf den Wohnmobil-Parkplätzen. Der Urlaub im Wohnmobil greift immer mehr um sich. Diese besondere Art von Reise-Freiheit lieben viele junggebliebene Rentner. 

Zu viele Wohnmobile sind schon wieder an der Küste, wie der Tenor vieler Küstenbewohner lautet. "Das macht uns doch auch ein wenig Sorgen", war immer wieder zu hören. Und tatsächlich mussten frisch angereiste Wohnmobilisten sogar von Plätzen verwiesen werden. Es herrschte Überfüllung und führte zu Problemen mit der erlaubten 50% Belegung der Plätze. Händeringend wurde nach Alternativen gesucht. Auch für die Gemeinden eine neue Herausforderung, die es in Corona-Zeiten zu bewältigen gilt. 

Corona macht eine sichere Reiseplanung im Sommer 2020  tatsächlich schwierig. "Reisen mit Eigenverantwortung" reift immer mehr zum Slogan. Der tägliche Griff zur "Schutzmaske" gilt bereits als eingebürgert.  Wir verlernen so langsam unseren gewohnt persönlichen Handschlag zur Begrüßung. 

Seit dem 11. Mai konnten Restaurants, Gaststätten, Cafés und Biergärten in Niedersachsen wieder öffnen. So langsam atmen einige auf, hoffen auf eine steigende Rückkehr zum normalen Saisongeschäft. Die Küstenorte füllen sich täglich, auch auf den Inseln mehrt sich wieder das touristische Leben.  Nur noch die Tagestouristen fehlen, besonders auf den Inseln. Beliebte Orte wie Norden/Norddeich, Greetsiel oder auch die Küstenorte im Wangerland sind an den Wochenenden  schon wieder fast so normal besucht,  bevor die Corona-Krise auch dem Tourismus den Stecker zog. 
Doch überall bleibt auch die Angst vor einem  Corona-Ausbruch.

Dennoch, die Abstandsregel, die Hygieneauflagen die Auflagen in der Gastronomie können das Urlaubsfeeling deutlich eindämmen. Der Urlaub 2020 wird zu einer individuellen Entscheidung - im Koffer ist Convid-19 definitiv mit dabei.

Autor:

Nicole Frischlich aus Recklinghausen

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