Einladung

Niklas Blaas Mitglied der SPD - Jusos Rheinberg

Text und Quelle von Niklas Blaas

Ich möchte die Leser dieses Artikels gerne auf ein Fest einladen. Aber anstatt Vorfreude zu empfinden, beschweren und mosern einige leise, andere lauthals. Sollte ich die Einladung also zurückziehen? Nein! Ich möchte meine Mitbürger an das vielleicht schönste Fest erinnern, das wir feiern können: Das Fest der Demokratie!

Über die Hälfte der Weltbevölkerung kann nicht an diesem Fest teilnehmen. In vielen afrikanischen und asiatischen Ländern herrschen Diktatoren oder (Familien-)Clans. Trump stört sich an der freien und unabhängigen Presse, Erdogan untergräbt alle Säulen der Demokratie. In Osteuropa herrschen demokratiefeindliche Parteien, von denen Viktor Orban die wohl bekannteste Person ist. Auch in Deutschland gehen rechte Gruppen auf unsere Straßen und schreien bedenkliche Parolen. Eine „Alternative“ sitzt in vielen Parlamenten. Diese Entwicklungen führen dazu, dass Politiker anderer Parteien ebenfalls diesem modischen Trend folgen. Blind vor Fremdenangst ignoriert Joachim Stamp, stellvertretender Ministerpräsident in NRW, beispielsweise eine Gerichtsentscheidung. Sami A. wurde rechtswidrig abgeschoben. Aber es geht hierbei nicht um eine Flüchtlingspolitik. Die Reduzierung auf dieses Thema ist zu kurz gegriffen. Es geht um die täglichen Kleinigkeiten. Wenn Menschen seriösen Medien und anerkannten Journalisten misstrauen. Wenn „die da oben in der Regierung mal wieder“ den Draht zu „uns hier vor Ort“ verloren haben. Wenn Steuergelder „verschwendet“ werden, obwohl niemand rechtliche, bauliche, kulturelle oder in anderer Art verwobene Hintergründe kennt. Diese Pauschalisierungen und das Einlassen auf einfache Antworten führen oftmals zu verständnislosem Kopfschütteln. Aber wie können wir das Fest der Demokratie nun retten?

Meine Antwort lautet: Feiern, trotz alledem. Feiern auf dem Fest der Demokratie bedeutet dabei nicht wie in einer Disco besoffen durch die Gegend zu taumeln und zu lauter Musik zu tanzen. Unser Fest sollte mit einem bunten Straßenfest verglichen werden: Alle Menschen einer Straße bringen Tische und Stühle mit, sodass eine lange Tafel entsteht. Es wird geredet, zugehört, gelacht. Man knüpft Kontakte und redet über die Themen, die einen bewegen. Sei es das gestrige Sportereignis oder die neuste städtische Maßnahme.

Was bedeutet dieses Fest nun konkret für unsere Gesellschaft? Zunächst sollten die Demokraten für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft eintreten. Tische und Stühle werden benötigt. Übersetzt geschieht dies über Vereine, Parteien, NGOs, Institute, Kirchen etc. Wenn die Organisation steht, müssen nun Gespräche folgen. Wir müssen Nächstenliebe und Solidarität zeigen. Wenn sich jeder um seine Nächsten kümmert, ist "im Kleinen" alles in Ordnung. Zudem muss das Vertrauen in unsere Regierung gefestigt werden. Jeder Mensch kann auf dem Fest dabei sein. Jeder Mensch kann also in eine Partei oder einen Verein eintreten und sich über vermeintliche Verschwendungen von (Steuer-)Geldern in Fraktionen oder Räten informieren und gegebenenfalls widersprechen. Das ist unsere Demokratie. Und das sollten wir machen! Nehmt die Einladung an und lasst uns feiern!

Autor:

Wilhelm Dibowski aus Rheinberg

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