Bergkamen: Wer entsorgt Schlachtabfälle in einer Parkbucht?
Gruselfund am Straßenrand

Ein Eimer mit organischem Inhalt, der zu verwesen scheint, steht am Straßenrand.
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  • Ein Eimer mit organischem Inhalt, der zu verwesen scheint, steht am Straßenrand.
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+++ Update +++ Montag, 25. Mai: Der Eimer mit den Schlachtabfällen wurde endlich von einem Team der Wirtschaftsbetriebe Lünen (WBL) abgeholt. Kreispolizeisprecher Bernd Pentrop spricht in diesem Zusammenhang von einer Verkettung unglücklicher Umstände. Zum einen befände sich die besagte Stelle nicht im Zuständigkeitsgebiet der Polizei im Kreis Unna und zum anderen sei wohl zwischen dem Feiertag und dem Wochenende niemand zu erreichen gewesen. "Doch jetzt gilt es, das Problem schnell aus der Welt zu schaffen", erklärt er. "Die Kollegen können solche Abfälle schließlich nicht im Streifenwagen transportieren."
 
+++ Update +++ Sonntag, 24. Mai: Zwei Tage nach Meldung bei der Polizei ist immer noch nichts geschehen. „Der Eimer mit den Tierkadaver steht noch an der gleichen Stelle“, erklärt die Anwohnerin. +++
+++ Tierarzthelferin Lena Budde aus Bergkamen wollte ihren Augen nicht trauen, als sie am Freitag eine zugeknotete Plastiktüte in einem Eimer entdeckte. Fundort war der Straßenrand an den Lippewiesen. +++
“Zuerst dachte ich an eine tote Katze oder an einen gequälten Schwan“, erklärt sie gegenüber der Stadtspiegel-Redaktion. Daher riss sie die Tüte auf, um sich zu vergewissern. „Es könnten auch Schlachtabfälle gewesen sein.“
Lena war sich nicht sicher. Jedenfalls stank der verwesende Inhalt grauenvoll. Die Bergkamenerin rief die Tierfreunde Kamen um Hilfe. Doch auch die Tierschützer wussten keinen Rat, nachdem der Notruf des Ordnungsamtes nicht zu erreichen gewesen sei.
Also rief die Lena Bidde die Polizei. Die Kreispolizeibehörde gab den Fall weiter an die Kollegen in Lünen. Drei Beamte warfen daraufhin einen Blick in den Eimer und versicherten, dass der Fund schnellstmöglich abgeholt werde. Die Zeugin wartete eine Zeitlang vor Ort. 
“Doch heute steht der Eimer immer noch da“, erklärt Lena verzweifelt einen Tag später. „Ich bin in Sorge, dass Wildtiere davon fressen und sich vergiften. Warum kümmert sich niemand?“
Die Nachfrage des Stadtspiegels am Samstag bei der Polizeipressestelle im Kreis Unna blieb am Wochenende zunächst erfolglos.

Ein Eimer mit organischem Inhalt, der zu verwesen scheint, steht am Straßenrand.
Eine Bergkamener Anwohnerin fand eine zugeknotete Tüte, die in einem Eimer steckte.
Autor:

Anja Jungvogel aus Stadtspiegel Kamen

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