Büchertipps zu Weihnachten

Bücher erfreuen sich als Weihnachtsgeschenke immer noch großer Beliebtheit. Für Unentschlossene pünktlich zum Start in den Advent nachfolgend fünf „Anregungen“ von ganz unterschiedlicher Couleur. Und außerdem verlosen wir 25 Neuerscheinungen aus dem Jahr 2012.

Die nachfolgend aufgeführten Titel sind zumeist in unserer Rubrik „Buch der Woche“ und/oder an anderer Stelle ausführlich vorgestellt worden.

Beginnen wir die Empfehlungen mit einem der Altmeister der deutschen Literatur. Martin Walser sprüht auch mit 85 Jahren noch vor Tatendrang und hat von seiner Klasse nichts eingebüßt. Über seinen Roman „Das dreizehnte Kapitel (Rowohlt Verlag) schrieb ich am 9. September im Weser-Kurier: „Ein wunderbar unkonventionelles, ein anstrengendes, aber nicht ermüdendes, ein aufwühlendes, aber nicht deprimierendes Buch. Ein durch und durch Walser-typischer Roman.“

Kommen wir zu einem anderen arrivierten Autor - den Spanier Javier Marías, der seit vielen Jahren den Spagat zwischen Philosophie, Literaturgeschichte und großer Erzählkunst wagt. In dieses Raster passt auch sein neuer Roman „Die sterblich Verliebten“ ( S. Fischer Verlag), über den ich am 1. März im Luxemburger Wort schrieb: „Das ist große, geistreiche Prosa, dramatisch zugespitzt und emotional bewegend. Spannend und voller Tiefgang bis zur letzten Seite.“

Ebenfalls in die Kategorie großer europäischer Erzähler gehört der Ungar Peter Nádas , der in diesem Frühjahr sein erzählerisches Opus magnum vorgelegt hat, ein gigantisches, hochartifizielles deutsch-ungarisches Geschichtsbuch des 20. Jahrhunderts. 18 Jahre lang hat der jüngst 70 Jahre alt gewordene Autor an diesem großen Werk („Parallelgeschichten“, Rowohlt Verlag) gearbeitet. „Hier ist ein Pedant am Werk, ein Genauigkeitsfanatiker, der seine erzählerischen Wurzeln bei den großen Romanciers des 19. Jahrhunderts hat. Dieser Roman hat einen beinahe enzyklopädischen Gestus und versprüht einen unaufgesetzten, allein durch die Handlung legitimierten Universalitätsanspruch“, urteilte ich am 5. Mai in der Wiener Zeitung.

Wer mehr auf Spannung setzt, aber nicht auf Tiefgang verzichten möchte, dem sei der etwas unkonventionelle (Kriminal)-Roman des Niederländers Mark Boog ans Herz gelegt. (Mein letzter Mord, Dumont Verlag ). „Am Ende des Romans bleiben zwar die vom Autor geschickt gesäten Zweifel an den Ermittlungsergebnissen der Vergangenheit zurück, letztendlich kreist aber alles um die Frage: Wie weit muss man gehen, um einen Mörder wirklich zu verstehen? Ein fesselndes Leseerlebnis, das den Wunsch entfacht, schon bald mehr aus der Feder dieses Autors in deutscher Übersetzung lesen zu dürfen“, lobte ich in der in Bielefeld erscheinenden „Neuen Westfälischen“ am 23. Juni.

Zum Schluss ein Geheimtipp, der neue Roman des gerade einmal 30-jährigen österreichischen Autors Reinhard Kaiser-Mühlecker. Mit „Roter Flieder“ (Hoffmann und Campe Verlag) hat er seinen bisher umfangreichsten Roman vorgelegt, in dem er einen erzählerischen Bogen aus der Nachkriegszeit in die Gegenwart schlägt. „Reinhard Kaiser-Mühlecker ist nicht nur eines der größten Talente in der deutschsprachigen Literatur, sondern er hat schon früh eine absolut singuläre Stimme gefunden – mit einer wahrlich einzigartigen elegisch-melancholischen Hintergrundmelodie“, lautete am 17. November mein Fazit in der in Graz erscheinenden „Kleinen Zeitung“.

25 Neuerscheinungen
Anrufen und gewinnen

Wir verlosen diesmal 25 Buchneuerscheinungen des Jahres 2012. Wer sich dafür interessiert, rufe zwischen Samstag (1.12.) 10 Uhr und Sonntag (2.12.) 22 Uhr unsere Gewinnhotline (01379/220009) an. Nennen sie uns dann den Autor des Romans „Das dreizehnte Kapitel“. Der Anruf kostet 50 Cent/Minute aus dem dt. Festnetz. Mobilfunk-Anrufe können teurer sein.

Autor:

Peter Mohr aus Wattenscheid

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