GlasBlasSing mischen das Scala-Kino auf ----- (JETZT MIT VIDEOS vom Youtube-Kanal des Weselers!!!)
"Flaschmob" mit frechen Stadtmädchenschüttelreimen

Von links: Endie, Frank, Möhre und Fritze.
  • Von links: Endie, Frank, Möhre und Fritze.
  • Foto: GlasBlasSing
  • hochgeladen von Dirk Bohlen

Vor ein paar Jahren kündigten die Jungs von GlasBlasSing sich noch als Quintett aus dem Harz an. Das ist jetzt anders, sie kommen aus Berlin. Ob's wohl daran liegt, dass der Peter (ist nicht mehr dabei!) aus dem Harz stammte und die Band-Herkunft bestimmen durfte? Das ist natürlich streng spekuliert! Na, jedenfalls sind Fritze, Frank, Möhre und Endie jetzt aus Berlin. Warum ich das erzähle?
Keene Ahnung! ^^

Beim Auftritt des Quartetts im Scala Kulturspielhaus spielt die Heimat der Ensemblemitglieder keine Rolle. Viel wichtiger ist, dass sie die Namen von Orten aus dem Kreis Wesel ganz gut kennen, was bei einem ihrer Lieder eine entscheidende Rolle spielt. Dazu später mehr ...

"Flaschmob" lautet der Name des laufenden Programms. Grammatikalisch erklärt, ein zusammengezogenes Hauptwort (Flaschen und Mobbing), denn die Band macht Flaschenmusik und mobbt sich gern gegenseitig. Vor allem der kleine Fritze ist so'n leicht psychopatisch angekurbelter Stiesel, der die anderen trietzt und auf der Bühne gelegentlich Teile seines Vortrags überdehnt. Dabei guckt er getrieben und säuerlich aus der Wäsche.
Ganz anders als Schlagwerker Möhre, der gern lächelt und nett zu seinen Kollegen ist. Oder der coole Frank, der seinen Wasserspenderbass selbst erfunden hat. Und auch Sänger Endie, Typ Vorzeige-Schwiegersohn, ist recht umgänglich. Trotzdem hat das Quartett die Frotzelei kultiviert. Nicht nur untereinander - auch Richtung Publikum. Aber daran lag's nicht, dass es ein Dreiviertelstündchen dauerte, bevor die Zuschauer auf Touren kamen. Eine passende Erklärung können nur die Anwesenden liefern. Vielleicht.

Wie auch immer; nach der Pause hatten sich Künstler und Publikum gleichmaßen heißgespielt. Hörenswert, wie GlasBlasSing seine Flaschenmusik präsentiert. Da wird klassisch gepustet, mit feuchten Daumen geploppt und mit diversen Klöppeln Glas bearbeitet, dass man sich fragt, warum man sowas nicht selber schon versucht hat (Scherz!). Natürlich sind die vier Musiker mit enormem Talent ausgestattet und bringen erstaunliche Song-Versionen von Amy Winehouse ("Sellerie"/"Valery"), Queen, Ed Sheeran, Depeche Mode (sehr coole Variation von "Personal Jesus"), The Cure, Trio, The White Stripes und anderen zu Gehör. Besonders witzig kommt die Eigenkomposition von "Ich liebte ein Mädchen in ..." rüber, in der auch Wesel, Xanten, Kamp-Lintfort und Moers ihren verdienten Schüttelreim-Platz finden.

Selbstredend sind alle Instrumente selbst gebaut und kommen der Reihe nach zum Einsatz. Inklusive Sprüh-Druckluftflasche. Vor allem die Konstruktion von Gitarren auf Plastikflaschenbasis erzielt überraschende akustische Effekte. Am Ende des Konzert steht die Erkenntnis, dass dieser "Flaschmob" weniger mit Mobbing zu tun hat als mit einem kleinen Volksauflauf, der dann doch noch in schiere Begeisterung mündet.

Berlin - Harz - Moers? Egal - wir sind geflascht!

Autor:

Dirk Bohlen aus Wesel

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