Busfahrt mit Daddel-Nacken: Wie man als Vierzehnjähriger auf dem Schulweg leidet

Nach einigen unnötigen Schlenkern (der Fahrer war wohl neu) steige ich am Bühnenhaus aus.
  • Nach einigen unnötigen Schlenkern (der Fahrer war wohl neu) steige ich am Bühnenhaus aus.
  • hochgeladen von Dirk Bohlen

Rücken, Nacken, Knie und Hüfte sind ja sonst - frei nach Schlämmer - eher die Probleme älterer Semester. Doch neulich im Linienbus Richtung Wesel konnte ich mir ansehen, dass auch die jüngere Generation unter ähnlichen körperlichen Defiziten leidet.

Ich sitze zwischen rund 60 Fünf- bis Zwölfklässlern, schätzungsweise 95 Prozent von ihnen starren - Sie ahnen's bestimmt schon - röchtöööch(!), auf ihre Smartphones. Und als spürte der 14-Jährige mit grauem Mützchen, der mir direkt gegenüber sitzt, meine Gedanken, schaut er auf und fängt an, seinen Nacken zu betasten und den Kopf hin- und her zu bewegen. Dabei verzieht er sein Gesicht, als fühle er sich irgendwie unwohl.

Aber egal: Sucht is' halt Sucht. Er knackt sich kurz zurecht und daddelt weiter. Ich schaue durchs Busfenster auf die spätwinterlichen Wiesen und Felder und denke:

Was macht der arme Kerl nur, wenn er mal 44 ist?
Dann ist er wahrscheinlich Dauergast der orthopädischen Abteilung für Handynackengeschädigte im Marien-Hospital.

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