Besserstellung von Müttern bei der Rente ist überfälliges Signal unseres Sozialstaats

Zu Äußerungen des FDP-Generalsekretärs Patrick Döring, er sehe keinen Spielraum für eine Besserstellung von Müttern bei der Rente, sagt die Landesvorsitzende der Liberalen Frauen NRW Petra MÜLLER:

Die rentengesetzliche Besserstellung von Müttern ist keine politische Jongliermasse. Soziale Absicherung von Müttern und Familien ist selbstverständliches Gebot unseres Gemeinwesens und wesentliche Voraussetzung für die Familienplanung.

Wer Jahre seines Lebens der Erziehung und Sorge seiner Kinder widmet und dabei das eigene Berufsleben und den Erwerb von Rentenanwartschaften hintenanstellt, leistet einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft und darf im Alter nicht von der Gemeinschaft im Stich gelassen werden.

Missverständliche Äußerungen, die Besserstellung von Müttern hätte 'gravierende Auswirkungen auf [...] die Beitragszahler' helfen in einer Debatte nicht weiter, die sich nicht auf Etatvereinbarungen und Haushaltszahlen reduzieren lassen darf. Die Beitragszahler selbst sind die Kinder jener Mütter, um deren soziale Absicherung es geht. Kosten im Rentensystem werden von der Notwendigkeit zur Solidarität und des Zusammenhalts in einer bürgerlich-verantworteten Gesellschaft aufgewogen.

Verantwortung derer, die bekommen haben, gegenüber jenen, die gegeben haben, erweist sich nicht in Sonntagsreden. Die Liberalen Frauen NRW fordern, dass Kindererziehungszeiten wie Arbeitstätigkeit auch, ihren Niederschlag in der Berechnung von Rentenansprüchen finden müssen.

Petra Müller, MdB
Landesvorsitzende LiF NRW

Autor:

Eva Mola aus Wesel

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