E-Card wird an Parteien im Kreis Wesel versendet
Gleichstellungsbeauftragte fordern Parité

Der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Wesel setzt sich dafür ein, dass Fraueninteressen mehr Gewicht in den Räten und Parlamenten erhalten.
  • Der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Wesel setzt sich dafür ein, dass Fraueninteressen mehr Gewicht in den Räten und Parlamenten erhalten.
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Frauen stellen 51 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung. Gemessen daran sind sie im Vergleich zu Männern in den Stadt- und Gemeinderäten sowie im Kreistag unterrepräsentiert.

Aktuell liegt der Frauenanteil im Kreis Wesel bei rund 25 Prozent. Spitzenreiter ist hier der Stadtrat Moers mit immerhin 32 Prozent Frauenanteil, trauriges Schlusslicht der Stadtrat Dinslaken mit nur noch 13 Prozent, der Kreistag hat knappe 26 Prozent.
Dass hier die Interessen und Belange von Frauen nicht repräsentiert oder gar durchgesetzt werden können, liegt auf der Hand. Der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Wesel setzt sich dafür ein, dass Fraueninteressen mehr Gewicht in den Räten und Parlamenten erhalten. Sie schließen sich damit der Forderung des Deutschen Frauenrates an, der dieses Ziel auch auf Bundesebene verfolgt.

Die nächste Kommunalwahl

Am 13. September 2020 findet die nächste Kommunalwahl statt. Bereits jetzt werden die für die Kommunalwahl erforderlichen Wahllisten durch die Parteien aufgestellt.
„Wir finden“, so Petra Hommers, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Wesel, „dass auf diesen Wahllisten an aussichtsreichen Stellen – nämlich vorne auf der Liste - mindestens ebenso viele Frauen nominiert werden müssen, wie Männer. Frauen stellen mehr als die Hälfte der Bevölkerung und sind in allen gesellschaftlichen und sozialen Schichten vertreten. Folglich sollten sie auch mindestens zu 50 % in den Parlamenten vertreten sein.“
Die Unterrepräsentanz von Frauen widerspricht dem Demokratiekonzept, das eine gleichberechtigte Teilhabe aller und somit auch effektive Einflussnahme der Bürgerinnen und Bürger voraussetzt.

Recht auf gleiche Chancen

Frauen haben das Recht auf gleiche Chancen bei der Einflussnahme auf politische Entscheidungen. Bisher wurden sie allerdings nicht bzw. auf wenig aussichtsreiche Wahlpositionen gesetzt, sodass sie nur vereinzelt in die Räte bzw. den Kreistag einziehen konnten. Das muss sich ändern.

„Die oft zu hörende Aussage, es gibt keine bzw. wenige Frauen, die sich zur Wahl stellen, können wir nicht nachvollziehen. Es ist das Argument der „ewig Gestrigen“, so Hommers.
„Die Rahmenbedingungen für die politische Teilhabe von Frauen sind zu verändern. Aber auch die eigene Haltung zur Parität ist bedeutend – sowohl für Frauen als auch Männer. Die persönliche Ansprache von Frauen und ein Mitnehmen und Begleiten durch etablierte Parteimitglieder verspricht Erfolg,“ sagt Jeanette Romich, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte des Kreises.

E-Card wird versendet

Wir fordern die Parteien im Kreis Wesel auf, die Listen und Wahlkreise bei der anstehenden Kommunalwahl paritätisch wechselweise mit Frauen und Männern zu besetzen. Dafür haben wir eine E-Card erstellt, die wir an die Parteien im Kreis Wesel versenden, mit der Forderung „Mehr Frauen in die Räte“!

Autor:

Lokalkompass Wesel aus Wesel

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