Betriebliche Einstiegsqualifizierung
Brücke in die Ausbildung – bei Fleischerei Tepaß ein erfolgreicher Weg zur Fachkräftesicherung

Fleischermeister Wilhelm Tepaß (r.) und seine Gesellen geben jungen Nachwuchskräften eine Chance.
  • Fleischermeister Wilhelm Tepaß (r.) und seine Gesellen geben jungen Nachwuchskräften eine Chance.
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Für manche Berufe ist die Suche nach Auszubildenden besonders anspruchsvoll. Dass es dabei Unterstützung gibt, wissen nicht alle Unternehmen. Die Fleischerei Wilhelm Tepaß aus Wesel-Büderich setzt auf Einstiegsqualifizierungen, die bereits oft in eine Ausbildung mündeten. Auch für dieses Jahr steht der Azubi schon fest.

Im Kreis Wesel sind aktuell noch über 1.300 Ausbildungsstellen nicht besetzt. Allein im Lebensmittelhandwerk stehen für den Ausbildungsbeginn in diesem Jahr noch 45 offene Stellen zur Verfügung. In den nächsten Monaten werden zwar noch zahlreiche Betriebe ihre Nachwuchskraft finden, dennoch ist es beruhigend, wenn man die Suche nach einem Azubi bereits erfolgreich abhaken kann. So ist es bei der Fleischerei Wilhelm Tepaß in Wesel-Büderich. Mit Tobias Heimbach hat der Inhaber bereits seinen Wunsch-Azubi gefunden. Seit November absolviert der junge Mann eine Einstiegsqualifizierung (EQ). Im Rahmen dieses Langzeitpraktikums wird er an den Beruf des Fleischers herangeführt und erlernt bereits erste Arbeiten.

In den letzten Jahren hat Tepaß bereits neun Auszubildende über die mindestens sechsmonatige Einstiegsqualifizierung gewonnen. „Uns ist es auch sehr wichtig, den Menschen und seine Fähigkeiten kennenzulernen, da sind Noten mal zweitrangig“, so der Fleischermeister, der den Familienbetrieb in dritter Generation leitet. Fast ausnahmslos war dieser Weg erfolgreich. Weil die jungen Männer während des Praktikums bereits die Berufsschule besuchten, konnten sie mitunter mit Beginn der Ausbildung direkt ins zweite Lehrjahr einsteigen.
„Es macht Spaß zu sehen, dass aus den Jungs etwas wird“, betont Tepaß. Zwei frühere Auszubildende unterstützen ihn heute als Gesellen. Andere sind Betriebsleiter im Einzelhandel geworden. „Wir haben Glück gehabt mit unseren Nachwuchskräften“, resümiert Tepaß.

Brigitte Büdding vom gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Wesel und des Jobcenters Kreis Wesel hat den Firmenchef bei der Fachkräftesicherung beraten. Sie rät Personalverantwortlichen, bei der Nachwuchssuche auch etwas schwächeren Bewerbern die Chance zu geben. „Wir können auf verschiedenen Wegen unterstützen und zum Beispiel die Kosten für eine Einstiegsqualifizierung zur Erprobung vor der Ausbildung übernehmen. Während der Ausbildung kann Nachhilfe zur Stabilisierung sinnvoll sein und wenn umfassendere Begleitung gefragt ist, bietet sich eine Assistierte Ausbildung an. Hier sollten Arbeitgeber keine Scheu haben, auch einmal etwas Neues auszuprobieren“, so Brigitte Büdding. Bei Wilhelm Tepaß waren ihre Argumente bereits überzeugend. Er wird für seinen neuen Azubi erstmals ausbildungsbegleitende Hilfen in Anspruch nehmen, damit auch diese Ausbildung erfolgreich verläuft.

Hintergrund
Eine Einstiegsqualifizierung ist ein sozialversicherungspflichtiges Praktikum. Sie soll Jugendliche und junge Erwachsene, die sich bereits für einen konkreten Beruf entschieden haben, auf eine Ausbildung vorbereiten. Im Betrieb werden sie an die entsprechenden Ausbildungsinhalte herangeführt und können ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Vorteil für Arbeitgeber: Sie lernen die Jugendlichen im betrieblichen Alltag kennen und können sie gezielt an die Inhalte der Ausbildung heranführen.
Ein solches Praktikum dauert zwischen sechs und zwölf Monaten. Die Teilnehmerin oder der Teilnehmer bekommen eine Vergütung, die von der Agentur für Arbeit bezuschusst werden kann.

Weitere Informationen für Arbeitgeber: Hotline: 0800 45555 20 (gebührenfrei) oder per E-Mail: Wesel.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de

Autor:

Agentur für Arbeit Wesel aus Wesel

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