Gelbes Band: Konflikte unter Hunden auf einfache Art vermeiden

Reinhard Möllenberg (v. l.) mit seiner Hündin „Nena", Karin Vorwerk, Leiterin der Hundeschule, sowie weitere Hundebesitzer, die von der Idee mit dem gelben Band überzeugt sind.
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  • Reinhard Möllenberg (v. l.) mit seiner Hündin „Nena", Karin Vorwerk, Leiterin der Hundeschule, sowie weitere Hundebesitzer, die von der Idee mit dem gelben Band überzeugt sind.
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„Der will ja nur spielen!“. Diesen Satz hat wohl jeder von uns schon mehr als einmal gehört, wenn aus dem Nichts plötzlich ein Hund auf einen zuschießt. Zumeist passiert nichts.

Für Hundebesitzer, die mit ihrem Tier Gassi gehen, sieht die Situation oftmals ganz anders aus. Denn ob ihr Hund ebenfalls bereit ist, nur zu spielen, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Mit einem gelben Band, Halstuch oder Ähnlichem an Leine oder Hund möchte die gelernte Hundeerzieherin ­Karin Vorwerk, die gemeinsam mit Ehemann Thomas die Hundeschule „Ein Herz für Hunde“ betreibt, im wahrsten Sinne des Wortes ein Zeichen setzen.

Tuch signalisiert: kein Kontakt erwünscht

„Ein gelbes Band oder Halstuch signalisiert, dass mein Hund krank, läufig, alt, ängstlich, unsicher, aggressiv oder im Training ist und daher keinen Kontakt zu anderen Hunden wünscht, sondern in Ruhe gelassen werden möchte“, erklärt ­Karin Vorwerk.
Reinhard Möllenberg kennt die Situation nur zu gut. Sein Schnauzer-Terrier-Mix „­Nena“ stammt aus Gran Canaria. Dort hat die heute dreijährige Hündin zwei Jahre auf der Straße gelebt. Sobald Nena einen anderen Hund erblickt, beginnt sie, laut zu bellen, und wäre sie nicht an der Leine, würde es zu einem Kampf mit dem Artgenossen kommen.
„Viele Leute verstehen nicht, dass der Hund eine Vorgeschichte hat“, sagt Reinhard Möllenberg. „Auf der Straße musste sich Nena gegenüber Artgenossen durchsetzen, wenn es um die Verteidigung des Reviers oder um Futter ging. Fast täglich sehe ich mich Beschimpfungen anderer Hundehalter ausgesetzt, die ihren Hund nicht an der Leine haben und nicht verstehen, warum mein Hund auf den anderen losgehen will.“

Idee mit gelber Markierung kommt aus Schweden

Die Idee mit der gelben Markierung an Leine oder Hund ist nicht neu. „Ursprünglich stammt sie aus Schweden und ist dort sehr publik. Dort kennt das so ziemlich jeder Mensch“, sagt Karin Vorwerk.
„Ich habe es zufällig entdeckt, als ich nach einer Möglichkeit gesucht habe, Hundebesitzer in dieser Richtung zu unterstützen. Mittlerweile wird es auch in anderen Ländern bekannter, und auch in Deutschland wird es bereits in einigen Bundesländern praktiziert.“

Reinhard Möllenberg (v. l.) mit seiner Hündin „Nena", Karin Vorwerk, Leiterin der Hundeschule, sowie weitere Hundebesitzer, die von der Idee mit dem gelben Band überzeugt sind.
Reinhard Möllenberg kennt die Probleme, wenn unangeleinte Hunde aufeinandertreffen.
Autor:

Walter Demtröder aus Witten

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