Erdbeben der Stärke 4,4 in Nordrhein-Westfalen - Epizentrum bei Goch am Niederrhein !!!

Abschlußgrafik vom 09.09.2011-00.02:15 Uhr UTC/ entspricht 02.02:15Uhr MESZ ( Mittel Europäische Sommer Zeit ), Screenshot.
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Xanten-Marienbaum - 08.09.2011 - 21.27 Uhr

Update: 09.09.2011 - 11.14 Uhr.

Nach Auswertung der Daten wies die Erdbebenstation Bensberg die Stärke am späten Donnerstagabend mit 4,4 auf der Richterskala aus in einer Tiefe von 3,9km, am Freitagmorgen nun 4,1km. Das Epizentrum sei in Goch am Niederrhein gewesen, sagte der Leiter der Erdbebenstation, Prof. Klaus Hinzen von der Universität Köln, der Nachrichtenagentur dpa.

Das Beben war den Aufzeichnungen zufolge in diesem Herbst das bisher heftigste in Deutschland. Bereits seit Mitte August wurden im Vogtland hunderte Beben registriert, die aber weniger stark waren. Der Seismologe Nicolai Gestermann von der Bundesanstalt für Geowissenschaften in Hannover sprach von einem Beben mittlerer Stärke, wie es etwa ein- bis zweimal jährlich in Deutschland vorkomme.
Schäden an Gebäuden hat es durch das Beben offenbar nicht gegeben. Auch verletzt wurde niemand. Das berichteten die Polizeidirektionen NRW am Freitagmorgen (09.09.11) übereinstimmend.

Irritiert war man allerdings an den Meßstationen, daß keinerlei Nachbeben zu verzeichnen waren. Dieser Umstand war äußerst ungewöhnlich.

INFO: Die seismologischen Stationen nutzen für die Zeitangaben die Universal Time Coordinated (UTC). Um diese in MESZ (Mittel Europäische Sommer Zeit) umzuformen, rechne man +2 Stunden hinzu. (Siehe auch Angaben in meinen Beschreibungen)

Hier der Link zur Seismologischen Station, wo auch das aktuelle Beben in Goch verzeichnet wurde:
http://www.seismo.uni-koeln.de/events/index.htm

LINK zur Möglichkeit einer Bürgermeldung im Raum Goch:
Haben Sie ein Erdbeben gespürt ? Bitte geben Sie Ihren Bericht hier ein :
http://seismologie.oma.be/dir200/inquiries/web_inq2.php?LANG=DE&CNT=DE&ID=4580

Vorherige Meldungen: Von 08.09.2011/ 21.27Uhr bis 09.09.2011/ 00.07 Uhr.

Erdbeben der Stärke 4,6 in Nordrhein-Westfalen - Uneinigkeit über Stärke und Epizentrum !!!

In Nordrhein-Westfalen hat sich am Donnerstag um 21.02 Uhr ein leichtes Erdbeben ereignet. Das Epizentrum lag bei Goch, nahe der Grenze zu den Niederlanden. Das Beben wurde bis ins Münsterland gespürt. Dort wackelten die Wände. Geologen gaben einen Wert von 4,4 auf der Magnituden-Skala an. Dieser Wert wurde inzwischen von 4,4 auf 4,6 korrigiert.

Die Abteilung für Seismologie des Königlischen Belgischen Observatoriums meldete das Epizenturm buchstäblich auf der deutsch-holländischen Grenze bei Kleve in zehn Kilometern Tiefe. Nach den Daten des Geoforschungszentrums Potsdam war das Zentrum nur 500 Meter von der Grenze entfernt - auf deutsche Seite. Das Geozentum Potsdam meldete eine Stärke von zunächst 4,5 und später 4,6, die belgische Warte dagegen sogar eine Stärke von 4,8, später 4,6 und korrigierte die Tiefe auf 6 km. Laut GFZ ereignete sich das Beben in einer Tiefe von drei Kilometern. Es soll etwa fünf Sekunden gedauert haben.

Das European-Mediterranean Seismological Centre in Paris bezifferte die Stärke auf 4,3.

Wie das Geoforschungszentrum in Potsdam dann mitteilte, lag das Epizentrum an der Grenze zu Holland in der Nähe von Emmerich am Rhein in Nordrhein-Westfalen. Die Stärke des Bebens gab das GFZ mit 3,7 an.

In Rheinland-Pfalz spürten viele Menschen das Beben, andere berichteten, nichts davon gemerkt zu haben. Aus Neuwied meldete Stefan Wirges über Twitter: „Das ganze Haus hat gewackelt.“

Auch das Bensberger Erdbebenzentrum der Kölner Universität verzeichnete die Erschütterung. Das Zentrum des Bebens, das drei Sekunden andauerte, so der Polizeisprecher, sei in Herzogenrath im Kreis Aachen ausgemacht worden. Es habe den Wert von 4,9 auf der Richterskala erreicht.

Das Beben sei kurz nach 21.00 Uhr in einem Radius von rund 200 Kilometern spürbar gewesen. "Von Bielefeld bis Brüssel, im Bonner Raum und sogar bis Amsterdam", berichtete der Leiter der Erdbebenstation, Prof. Klaus Hinzen von der Universität Köln.

Nach Angaben der Bundesanstalt für Geowissenschaften in Hannover lag das Epizentrum dagegen im niederrheinischen Moers. Das Beben habe eine mittlere Stärke von etwa 4,2.

Die Ausläufer waren nach vorliegenden Informationen bis in Salzbergen im Landkreis Emsland spürbar. Auch in Osnabrück bebte die Erde leicht.

Bürger in Goch berichten von einem „Riesenknall“. Menschen hätten verunsichert ihre Häuser verlassen und seien auf die Straße gelaufen. Bei Polizei und Feuerwehr gingen zahlreiche Anrufe besorgter Bürger ein. Die Auswirkungen des für diese Region ungewöhnlich starken Erdbebens waren weit bis ins Ruhrgebiet und bis nach Köln zu spüren.

Größere Schäden wurden bisher nicht gemeldet.

Autor:

Hans-Martin Scheibner aus Xanten

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