Weihnachtskonzert mit Marc Marshall - Verlosung
"Liebe, Frieden und Respekt"

Marc Marshall will mit seinem Konzert auch an die Werte des Weihnachtsfestes erinnern  | Foto: Armbruster
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  • Marc Marshall will mit seinem Konzert auch an die Werte des Weihnachtsfestes erinnern
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Marc Marshall Weihnachtskonzert

Mit seinem neuen Weihnachtsprogramm macht Marc Marshall am 14. Dezember Station in der Christuskirche in Bochum. Im Vorfeld hat der Sänger mit dem Stadtspiegel über die Botschaft des Christfestes und das reale Leben gesprochen.

Von Dietmar Nolte

Marc Marshall, Bochum ist für Sie durchaus ein besonderer Ort.
Das Konzert in der Christuskirche ist für mich auch ein Auftritt in der Heimat eines guten Freundes. Stevie Woods lebte in Bochum und war lange Zeit bei Starlight Express eine der Hauptfiguren. Leider ist er 2014 schon verstorben. Er war für mich einer der wichtigsten Menschen, den ich damals direkt nach meinem Abitur in Amerika besucht habe. Stevie war nicht nur ein ganz großer Sänger, sondern auch ein Mentor von mir. Daneben habe ich auch heute noch viele Freunde im Pott.

Die Besucher Ihres Konzertes erwartet am Mittwoch ein Künstler mit einem Bart in den Regenbogenfarben…
…und dieser Bart bleibt zumindest bis zum Ende der Weihnachtstour und bis zum Heiligen Abend auch in den Regenbogenfarben. Einige sind vielleicht etwas verwundert - andere nicht, weil sie mich kennen. Dass der farbige Bart bei manchen Menschen und gerade im Netz auch auf wenig höfliche Ablehnung stößt, damit habe ich gerechnet. Aber damit kann ich gut umgehen. Ich habe letztlich nichts anderes getan, als meine innere Haltung nach außen zu tragen.

Für was steht der Regenbogen in Ihren Augen?
Ich sehe den Regenbogen als die Heimat von Liebe, Frieden und Respekt. Und zwar im Ganzen, nicht für eine bestimmte Gruppe. Mir geht es dabei um Gerechtigkeit.

Ist es gerade in diesen Zeiten nötig, auch nach außen ein Zeichen zu setzen?
Es ist immer wichtig, seine Haltung auch nach außen zu tragen. Ich bin da in der Tradition von Harry Belafonte, eines sehr guten Freundes. Für ihn sind die Künstler die Wächter der Wahrheit, die „Gatekeepers of truth“. Wenn wir nicht die Verantwortung sehen, uns öffentlich für gewisse Dinge einzusetzen, wer soll es dann tun? Das hat nichts mit Effekthascherei zu tun, sondern ich nehme meine Verantwortung als Bühnenmensch wahr – was ich seit Jahrzehnten auch schon mache, etwa für die Lebenshilfe und Kinderhospize oder auch in Alten- und Pflegeheimen.

Sie sprachen über Ablehnung und unfreundliche Kommentare. Was haben Sie erlebt?
Ich habe festgestellt, dass allein mein Bart eine unglaubliche Angriffsfläche bietet, auch ohne Regenbogenfarben. Den Menschen passt teilweise nichts, das ist Wahnsinn! Manche ziehen am Bart und beschimpfen mich. Im Netz heißt es, ich sehe aus wie ein Obdachloser oder sei ein IS-Sympathisant. Damit muss ich leben. Aber es zeigt, wo wir gelandet sind als Gesellschaft. Aktuell melden sich auch viele AfD-Anhänger bei mir auf dem Portal, die mit solchen Signalen wie dem Regenbogen nichts anfangen können.

Werden sich Themen wie Haltung und Verantwortung auch in Ihrem Weihnachtskonzert widerspiegeln?
Ich bin ein selbstbewusster und individueller Künstler, der das natürlich anspricht. Liebe, Frieden und Respekt sind für mich Werte, die gerade durch Weihnachten repräsentiert werden. Daran wollen wir mit unserer Musik an diesem Abend auch erinnern. Es geht um Themen wie Freundschaft, Familie und das Miteinander. Themen, die auch in der Weihnachtsbotschaft versteckt sind. Bisher habe ich darauf nur positive Resonanz bekommen. Die Menschen sind sehr dankbar, dass wir sie einstimmen auf das Fest und gleichzeitig daran erinnern, das Ganze auch über Silvester hinaus in sich zu tragen.

Steht die Weihnachtsbotschaft heute noch genügend im Mittelpunkt oder ist das Fest der Liebe zu kommerziell geworden?
Ich finde es wunderschön, wenn an Weihnachten dekoriert wird, man sich eine Auszeit nimmt, in glückliche Kinderaugen schaut. Aber das sollte nicht auf Kosten dessen gehen, dass man nachdenkt und in sich geht. Das Problem ist aber auch, dass wir das eher saisonal sehen. Den Gedanken eines friedlichen und solidarischen Miteinanders müssen wir jeden Tag leben.

Ihr Konzert wird zum Nachdenken anregen. Wird es auch einen fröhlichen Charakter haben?
Unbedingt! Fröhlichkeit und Humor schließen das Nachdenken nicht aus. Ich feiere auch gerne, ich bin sehr gesellig. Ich stehe auch nicht als Prediger auf der Bühne und will moralische Botschaften verteilen. Alles hat etwas mit dem echten Leben zu tun. Wir haben im Programm Lieder über die Kindheit – wie war das damals? Wir haben ausgelassene, fröhliche Lieder, bei denen die Menschen mitsingen können und sollen. Und am Ende schicken wir sie auf gar keinen Fall mit einem bedrückten, sondern mit einem fröhlichen Gefühl nach Hause.

Sie erhalten bei Ihrem Auftritt Unterstützung?
Es werden zwei Sängerinnen, die aus der Ukraine flüchten mussten und jetzt im Raum Bochum leben, mit mir gemeinsam singen und zudem ein solistisches Stück singen.

Ist es Ihnen ein Anliegen, auch auf den Krieg in der Ukraine und die Situation der Menschen aufmerksam zu machen?
Wir dürfen nicht so tun, als wenn das, was wir seit Jahrzehnten haben, selbstverständlich ist. Es kann sich alles quasi über Nacht ändern. Und das nicht nur durch die weltpolitische Lage. Man kann einen Unfall haben, man kann eine Krankheit bekommen, man kann einen geliebten Menschen verlieren. Das sollte bei uns im täglichen Leben die Dankbarkeit mehr in den Vordergrund rücken. Dann kann man aus einer Haltung der Stärke heraus hilfsbereit sein und diese Stärke teilen. Es macht das Leben viel lebenswerter, wenn ich Menschen helfen kann.

Tickets für das Konzert am 14.12. (20 Uhr) gibt's unter unter eventim.de, bei allen bekannten VVK-Stellen und an der Abendkasse. Für das Konzert von Marc Marshall in der Christuskirche am Mittwoch, 14. Dezember, verlosen wir 5x2 Karten. Wer dabei sein möchte, nimmt auf www.lokalkompass.de/ ganz einfach mit einem Klick an unserer Verlosung teil. Verlosung

Marc Marshall will mit seinem Konzert auch an die Werte des Weihnachtsfestes erinnern  | Foto: Armbruster
Regenbogen als Zeichen: Marc Marshall.  | Foto: Armbruster
Autor:

Sabine Beisken-Hengge aus Essen-Ruhr

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