Profiteur eines ungerechten Systems

Dietmar Bär in „Vor Sonnenaufgang“. Foto: Küster
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Dietmar Bär kehrt in „Vor Sonnenaufgang“ ans Schauspielhaus zurück

Mit dunkelbrauner Seitenscheitel-Frisur und vollem Bart ist er auf den ersten Blick kaum zu erkennen: Nach seiner Rolle in Christoph Nußbaumeders „Eisenstein“ ist Schauspieler Dietmar Bär - bekannt als Tatort-Kommissar Freddy Schenk - jetzt erneut am Schauspielhaus Bochum zu sehen. In Gerhard Hauptmanns Naturalismus-Drama spielt er den gut situierten Ingenieur Hoffmann, den Gegenpart zur zentralen Figur, dem Idealisten Alfred Loth. Regie führt auch diesmal Intendant Anselm Weber Premiere ist am Mittwoch, 23. Mai, um 19.30 Uhr.

„Vor Sonnenaufgang“ gilt längst als ein Stück Theatergeschichte: Sein Autor Hauptmann begründete damit den Naturalismus und läutete eine neue Epoche ein.
Hauptmann kritisiert in „Vor Sonnenaufgang“ die Gesellschaftsverhältnisse, die sich durch die Industrialisierung im Umbruch befanden: Der Idealist Alfred Loth (Matthias Redlhammer) reist nach der Verbüßung einer zweijährigen Gefängnisstrafe für eine Studie über die Kohlearbeiter in das versoffene Dorf Witzenhausen und trifft dort zufälligerweise auf seinen Jugendfreund Hoffmann, der durch eine geschickte Heirat und schamlose Pachtverträge zu großem Reichtum gekommen ist. Hoffmanns Schwägerin Helene ist von Loth und seinem tiefen Glauben an eine bessere Welt fasziniert. Sie glaubt für einen kurzen Moment, mit Loth aus ihrer Umgebung entfliehen zu können.
Anselm Weber beschäftigt sich mit der durch die Figur Loth aufgeworfenen Frage nach einer idealen Gesellschaft, in der die Mittel nicht für alle und alles reichen. Ingenieur Hoffmann steht für eine Generation von Profiteuren eines ungerechten Systems.
Die nächsten Vorstellungen sind am 27. Mai sowie am 9., 13. und 30. Juni. Reservierungen und weitere Infos unter Tel.: 3333-5555.

Dietmar Bär in „Vor Sonnenaufgang“. Foto: Küster
Dietmar Bär in „Vor Sonnenaufgang“: Mitleid ja - Revolution nein. Foto: Küster

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