Urlaubserlebnis
Bergtour

Nicht nur das Wasser, auch die Berge haben ihre Tücken.
Es war mal wieder Urlaub angesagt, dieses Mal ging es in die Berge, an den Walchsee.
Ein paar Aufstiege zu bewirtschafteten Almen hatten wir schon hinter uns. Nun wollte mein Mann eine größere Tour machen, eine Wanderkarte hatte er besorgt, die er nach dem Frühstück studierte. "Hab' eine Tour, ca. 2 Stunden Aufstieg, lies mal," bat er mich. Meine  Antwort: "Im Leben  nicht gehe ich diesen Weg, da muss ich ja am Seil hochgehen." "Na gut," erwiderte mein Mann, "gehen wir einfach los, wie immer, da zweigt ja noch ein anderer Weg  ab, wir werden schon irgendwo landen."
Also Abmarsch, ...
Der Weg war eigentlich gut zu meistern und in ca. 1,5 Stunden sollten wir die bewirtschaftete Alm erreichen. Nach 2,5  Stunden war uns klar, wir sind einen ganz falschen Weg gegangen.  "Lass uns weitergehen," entschied meine bessere Hälfte, "irgendwie kommen wir schon wieder runter." 
Ja klar, kamen wir runter, und zwar an dem Seil, an dem ich nicht hochklettern wollte.  Auch das habe ich geschafft und zur Belohnung tauchte nach ein paar Metern eine Alm auf. Wir haben uns gestärkt und etwas erholt  und dann den Heimweg angetreten. 
Ein Blick in die Höhe ließ mich erstarren und meine Knie weich werden. Ich sah eine steil abfallende Felswand und mir schoss gleichzeitig durch den Kopf, unser gegangene Weg verlief am Rand dieser Felswand.  Ein falscher Schritt...
Gerade, als ich dachte, ist ja alles gut gegangen, rannte eine Rinderherde auf uns zu. Der nächste Schreck, für mich sah es nach Angriff aus. Dass Melkzeit war, erfuhr ich erst später. Wie ich es geschafft habe, die Pension zu erreichen, weiß ich nicht.  Ich zitterte am ganzen Körper, meine Beine wollten mich nicht mehr tragen. 

Unsere Pensionswirtin machte mir klar, dass nur ein Schnaps meine Lebensgeister wieder wecken könnte.
Ab dann wurde der Urlaub noch richtig erholsam und entspannt.  Mein Mann fand einen Gleichgesinnten und hatte seine Bergtouren und ich konnte am See auf der Decke ein gutes Buch lesen und die Sonne genießen. 

Autor:

Anni Rodehüser aus Bochum

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