BUERGERBEGEHREN MUSIKZENTRUM macht im Rathaus nachdrücklich auf Folgekosten von Musikzentrum und Jahrhunderthalle aufmerksam

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Trotzdem Verwaltung und Politik die jährlichen Folgekosten weiterhin verdrängen, machte die Initiative BUERGERBEGEHREN MUSIKZENTRUM gestern noch einmal deutlich, dass die Stadt Bochum sich das Musikzentrum nicht leisten kann, wie dies der BUND DER STEUERZAHLER öffentlich gemacht hat: http://www.steuerzahler-nrw.de/Teurer-Tausch-Musikzentrum-gegen-Jahrhunderthalle/44969c53432i1p131/index.html

Mit vielfältigen Plakaten ausgestattet besuchte der Sprecherkreis der Bürgerinitiative die Ausstellung zum Architektenwettbewerb Musikzentrum. Schon als die Initiatoren ihre Plakate vor der Glocke aufstellten, taten die ersten Bürger, die den Markt besuchten, ihr Unverständnis über Politik und Verwaltung kund, die eine solches Prestigeprojekt mal wieder über die Köpfe der Bürger hinweg durchziehen wollten und die Bürger über die wirklichen Folgekosten des Projektes täuschen würden.

Die Bürgerinitiative unterstrich nochmal ihre Forderung, dass mit den Bürgern über das Projekt auf Augenhöhe diskutiert werden muss. Politik und Verwaltung müssten aufhören, das Projekt mit geschönten Zahlen und falschen Fakten zu rechtfertigen. Auf folgende Punkte wies die Initiative daher besonders hin:

- Das Musikzentrum kostet die Stadt mind. 2,1 Mio. im Jahr, die Jahrhunderthalle nach Auslaufen der Zuschüsse mind. 4 Mio pro Jahr.

- Das Projekt kann bis zu 12 Mio. Euro teurer werden.

- Das Musikzentrum hat keine "Umwegrentabilität". Es bringt Zimbo nicht zurück und hält Opel nicht vom Abzug ab. Auch Faber wird nach Schleswig-Holstein gehen, wenn die Glücksspielgesetze dort auf Dauer Vorteile versprechen. Berlin ist trotz vielfältige Hochkultur pleite und sucht verzweifelt nach Unternehmen, die sich ansiedeln wollen.

- Den Musikfreunden ist zuzumuten nach Dortmund, Essen oder Gelsenkirchen zu fahren, um die dortigen Konzerthäuser zu besuchen. 20 Minuten Weg ist nicht zu viel.

- Solange Schulen, Kitas und Kindergärten sich in Bochum nicht im Topzustand befinden, ist auch den Symphonikern zuzumuten, dass sie sich bei den Spielstätten mit Audimax und Jahrhunderthalle zufrieden geben.

- Die Musikschule braucht keinen zusätzliche Spielstätte. In der Stadt gibt es ausreichend Schulaulen (z.B. Heinrich Böll). Wenn es eines solchen Saals bedürfte, dann sollte er direkt an die Musikschule angebaut werden. Das wäre deutlich kostengünstiger.

Ob Bochum sich die immensen Kosten für Musikzentrum und Jahrhunderthalle trotz der Haushaltsnotlage und drastischen Sparmaßnahmen und Gebühren- und Steuererhöhungen in fast allen an deren Lebensbereichen leisten soll, müssen die Bürger an Stelle des Rates entscheiden, fordert die BÜRGERINTIATIVE MUSIKZENTRUM.

Bürger, die dieses Begehren unterstützen möchten, können sich unter http://buergerbegehren-musikzentrum.de/ und auf Facebook informieren: http://www.facebook.com/Buergerbegehren.Musikzentrum

Unter folgendem Link können die Bürger die Unterschriftenliste herunter laden, um selbst für das Begehren zu unterschreiben oder Unterschriften bei Freunden, Bekannten, Verwandten und Nachbarn zu sammeln: http://buergerbegehren-musikzentrum.de/wp-content/uploads/2012/04/Unterschriftenliste-B%C3%BCrgerbegehren.pdf

Autor:

Dr. Volker Steude aus Bochum

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