Die Alternative für Deutschland (AfD) ist nur bei 50% der deutschen Wähler bekannt.

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Im April 2013 waren es 1500 Mitglieder die zum Gründungparteitag (13. & 14.April 2013) der AfD nach Berlin kamen. Die neue Partei war zu diesem Zeitpunkt noch weitgehend unbekannt.

Durch die Berichterstattung in Presse und Fernsehen über diesen „Exoten“ Parteitag fand eine geringe mediale Aufmerksamkeit statt.

Einladungen des Gründers und Sprechers der AfD Prof. Bernd Lucke in diversen Talkshows (Maybrit Illner „Berlin Mitte“ vom 7.3.13, Anne Will „Sündenfall Zypern“ vom 20.3.13, Stefan Raab „Absolute Mehrheit“ vom 28.4.13, Frank Plasberg „Hart aber Fair“ vom 5.5.13, Markus Lanz vom 14.5.13 und Michel Friedmann "Studio Friedman" vom 20.6.13) führten zu einer Mitgliederzahl bereits Ende Juni von 7000.

Zu diesem Zeitpunkt wurde die neue Partei von 15% der Deutschen wahrgenommen, also 85% hatten immer noch keine Ahnung von der Existenz der AfD.

Danach schwiegen die „Öffentlichen“, schlichtweg Sendepause.

Auch bei Wahlprognose-Instituten wie Allensbach, Forsa und Emnid war die AfD noch nicht vorhanden. Siehe auch: http://www.lokalkompass.de/bochum/politik/warum-die-alternative-fuer-deutschland-afd-in-den-bundestag-einziehen-wird-d335947.html.

Ein kurzer historischer Rückblick: Die 1. Bundestagswahl fand am 14. August 1949 statt. Neben SPD, CDU, CSU und FDP zogen 11 weitere Parteien, bzw. Abgeordnete von einer Partei ins Parlament. Das spätere System der Erst- und Zweitstimmen gab es 1949 noch nicht. Eine davon war die DKP, die viel später, nach der Wiedervereinigung, sozusagen (mir ist bewusst, dass man die DKP nicht mit den heutigen Linken vergleichen kann, gemeint ist der Vergleich als „links“ von der SPD) durch die Linke ersetzt wurde. Also könnte man, mit einiger künstlerischen Freiheit, sagen die einzige „neue“ Partei, die den Bundestag „bereicherte“ waren die Grünen. Sie gründeten sich am 12./13. Januar 1980 in Karlsruhe. Den Grünen, aus der Anti-Atomkraft- und Umweltbewegung, den Neuen Sozialen Bewegungen und der Neuen Linken entstanden, gelang erst 3 Jahre nach ihrer Gründung, nämlich 1983 der Einzug in den Bundestag.

Zurück zu 2013. Am 11. August begann der offizielle Wahlkampf. Diverse Veranstaltungen der AfD fanden statt. Vorträge der Mitglieder Lucke, Starbatty, Adam, Gauland, Petry, Dilger, von Storch, Renner, Balke, Muscheler, Leder und viele andere wurden lokal und/oder national organisiert.

Besonders beeindruckend war eine Veranstaltung mit Prof. Lucke vor mehr als 1500 begeisterten Zuhörern in den Rheinterrassen in Düsseldorf Anfang September.

Das Internet mit Informationen über AfD Videos, AfD Songs, Comics usw. sorgte für einen größeren Bekanntheitsgrad der Partei. Wahlinformationsstände allerorten (die AfD ist inzwischen in allen Bundesländern vertreten) taten ihr Übriges. Auch die Facebook Seite der AfD mit fast 60000 „Gefällt mir“ Klicks sorgt für bundesweite Aufmerksamkeit.

Nicht unerwähnt lassen, möchte ich den bedenklichen Vorfall in Bremen am 24.8.13. Bernd Lucke wurde während seines Vortrags auf der Rednerbühne angegriffen und von ihr heruntergestoßen. Das gesamte deutsche Pressespektrum (sogar die WAZ) berichtete darüber. Durch dieses „negative“ Ereignis war die Alternative für Deutschland plötzlich wieder medial präsent.

Jetzt wird Prof. Bernd Lucke auch wieder ins Fernsehen eingeladen. Maybrit Illner (die auch den Mut hatte, ihn zu seiner ersten Talkshow einzuladen) empfing ihn und andere am 5. September 2013.

Damit steigen auch ganz langsam die Prognosen. Allensbach, Forsa und Konsorten sehen die AfD bereits bei 3 bis 4% mit „Luft“ nach oben. Die wahren Zahlen dieses „Wunders“ kommen allerdings erst 4 bis 10 Tage vorm Wahltag.

Der Bekanntheitsgrad (und Beliebtheitsgrad) der AfD wächst schnell weiter und befindet sich augenblicklich bei 50%.

Die Mitgliederzahl stieg auf über 16000 und nicht 10000 wie der Spiegel gestern schrieb.

Aber es sind ja noch 14 Tage bis zur Wahl. Und bis zum Wahlsonntag kennen sicherlich bereits 65 bis 75 Prozent aller Deutschen die Alternative für Deutschland.

Wenn sie dann in den Bundestag eingezogen ist, wird ihre Bekanntheit nochmals gesteigert werden können.

Zum Schluss noch ein Statement des Nobelpreisträgers Prof. Dr. Albert Einstein:

„Die reinste Form des Wahnsinns ist, alles beim Alten zu belassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert“.

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