Nur naiv oder verlogen?
Lügt sich Janine Wissler die Welt schön?

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  • Foto: Foto: Martin Kraft • CC BY-SA 3.0
  • hochgeladen von Peter Gross

Sie ist Mitglied von Attac und Verdi. Ihre Zugehörigkeit zum Unterstützerkreis des trotzkistischen Netzwerks Marx21 und die Mitgliedschaft in der Sozialistischen Linken, zwei vom Verfassungsschutz beobachtete Gruppierungen am linken Rand der Partei, sowie ihre Zugehörigkeit zur Bewegungslinken, beendete sie im Rahmen ihrer Bewerbung für den Parteivorsitz. Janine Wissler, seit Februar 2021- gemeinsam mit Susanne Hennig- Wellsow ("wo sind wir noch, Martin?") - Parteivorsitzende der Partei DIE LINKE, beantwortete mir gestern eine Frage, die ich ihr vor 2 1/2 Monaten gestellt habe:



12. Mai 2021 - 10:06

Sehr geehrte Frau Wissler,

in einem Gespräch mit Philipp May sagten Sie im Deutschlandfunk am 11.05. d. J. (Zitat:) "Wenn Deutschland für eine friedlichere Welt sorgen will, dann sollte man aufhören, Waffen in die Welt zu exportieren" (Zitat Ende).

Meinen Sie mit "man" die Regierung oder bezieht sich "man" auch auf einzelne Parteien? Schließlich war es DIE LINKE, die 2014 Geld für Waffen zugunsten der YPG/YPJ sammelte.

Danke für Ihre Mühe.

Peter Gross



Antwort von Janine Wissler
26. Juli 2021 - 18:30

(Zeit bis zur Antwort: 2 Monate 2 Wochen)

Sehr geehrter Herr Gross,

vielen Dank für Ihre Frage. DIE LINKE lehnt Waffenexporte grundsätzlich ab und will sie generell verbieten. Das gilt ganz besonders für Krisengebiete. Die Partei DIE LINKE hat auch nie Geld für Waffen gesammelt oder dazu aufgerufen, dies zu tun. Unserer Überzeugung nach müssen Konflikte politisch mit zivilen Mitteln gelöst werden und nicht militärisch, durch Aufrüstung und immer mehr Waffen, von denen man gerade in Krisengebieten auch gar nicht weiß, in wessen Händen sie schließlich landen.

Mit freundlichen Grüßen

Janine Wissler



Janine Wisslers Behauptung, DIE LINKE habe nie Geld für Waffen gesammelt oder dazu aufgerufen, ist (wie von vielen Bundestagsabgeordneten dieser Partei gewohnt) nur wieder eine Lüge mehr.

Es war sogar das ehemalige Zentralorgan der SED ("Neues Deutschland") höchstselbst, das über den linken Parteitagsbeschluss, Gelder für Rojava zu sammeln, berichtete.

"...und immer mehr Waffen, von denen man gerade in Krisengebieten auch gar nicht weiß, in wessen Händen sie schließlich landen".

Auch das stimmt nicht so ganz: Die durch DIE LINKE finanzierten Waffen gerieten seinerzeit in die Hände der PKK- Milizen YPG/YPJ, in deren Reihen sich Hunderte von minderjährigen Kindersoldaten befanden. Das war allgemein bekannt, hielt aber DIE LINKE nicht von dieser Aktion ab.

Entweder weiß die linke Parteivorsitzende nicht, was in ihrer Partei alles so vorging bzw. vorgeht oder sie will es nicht wissen. Frei nach Christian Morgenstern:

"Und Janine kommt zum Ergebnis:
nur ein Traum war das Erlebnis.
Weil, so schließt sie messerscharf,
nicht sein kann, was nicht sein darf."

Autor:

Peter Gross aus Bochum

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