Coronavirus bleibt auf hohem Niveau
802 Todesfälle und 32 195 Neuinfektionen - Mediziner warnen vor einer dritten Welle

Foto: Pixabay

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 32 195 neue Fälle und 802 Todesfälle binnen eines Tages übermittelt, wie das RKI am Donnerstag bekannt gab.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Donnerstag bei 196,2. Am Dienstag war mit 197,6 ein Höchststand erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1 587 115 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 24.12., 0 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Donnerstag auf 28 770. Rund 1 184 400 gelten nach Schätzungen inzwischen als genesen.

Aktiv erkrankt sind demnach aktuell rund 373 900 Menschen.

Der R-Wert hat nach Angaben des RKI seit Mittwochabend eine leicht sinkende Tendenz.
Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag bei 0,92 (Vortag: 0,95). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 92 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Mediziner warnen vor dritten Welle

Angesichts der anhaltend hohen Infektionszahlen appellierte der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, an die Bevölkerung, auch in den Weihnachtstagen die Schutzmaßnahmen einzuhalten. Jeder einzelne könne dazu beitragen, eine weitere Welle zu verhindern, sagte Reinhardt gegenüber der "Rheinischen Post". Jeder solle sich "kritisch fragen, ob er wirklich die gesetzlichen Höchstgrenzen für Zusammenkünfte ausreizen muss". Reinhardt warnte, eine mögliche dritte Corona-Welle würde das Gesundheitssystem überlasten.

Auch der Chef des Verbandes der Intensivmediziner, Uwe Janssens, warnte in der "Rheinischen Post" vor einer möglichen dritten Welle im Januar, sollten die Menschen über Weihnachten ihre Kontakte nicht stark genug reduzieren. "Wir Intensivmediziner bitten die Leute dringend, an Weihnachten lieber nicht Oma und Opa zu besuchen, sondern wirklich zu Hause zu bleiben"!

Autor:

Rainer Bresslein aus Wattenscheid

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