Studie
Hochschule für Gesundheit in Bochum sucht Menschen mit Kniearthrose

Kann Kraft- oder Ausdauertraining bei richtiger Anwendung und Dosierung Schmerzen im Knie reduzieren? Das wird an der Hochschule für Gesundheit in Bochum untersucht.
  • Kann Kraft- oder Ausdauertraining bei richtiger Anwendung und Dosierung Schmerzen im Knie reduzieren? Das wird an der Hochschule für Gesundheit in Bochum untersucht.
  • Foto: HS Gesundheit/WolfgangHelmFotografie
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(jmj) Der Studienbereich Physiotherapie der Hochschule für Gesundheit in Bochum sucht aktuell Patient*innen mit einer Kniearthrose, die Interesse an drei individualisierten Trainingseinheiten und einer Schulungseinheit über Schmerzen haben. Die Studie wird im Rahmen einer Masterarbeit ab sofort in den Räumlichkeiten der Hochschule für Gesundheit durchgeführt.

Ziel der Studie ist es, die unmittelbaren Effekte des körperlichen Trainings und der Schulung auf die Schmerzwahrnehmung zu analysieren. Arthrose - die Abnutzung des Gelenkknorpels - ist eine häufige Gelenkerkrankung. In Deutschland sind bei Menschen ab 65 Jahren etwa die Hälfte der Frauen und ein Drittel der Männer betroffen. Ein zentrales Leitsymptom der besonders häufig vorkommenden Kniegelenksarthrose sind Gelenkschmerzen, die alltägliche Aktivitäten einschränken und die Lebensqualität beeinträchtigen können.

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass bei gesunden Menschen Kraft- oder Ausdauertraining bei richtiger Anwendung und Dosierung kurzzeitig die Schmerzwahrnehmung reduzieren. Auch eine Schulung über Schmerzen und deren Funktion kann sich positiv auf das Schmerzerleben auswirken. Ob dieser Effekt auch für Patient*innen mit Kniearthrose auslösbar ist, ist noch unzureichend erforscht. Mit der STRONG-Studie (Schmerzreduktion durch Training: Effekte von edukatiON bei Menschen mit Gonarthrose) wollen die Forscher*innen der Hochschule für Gesundheit diese Wissenslücke schließen.

Zur Teilnahme eingeladen sind Patient*innen, bei denen eine diagnostizierte Arthrose des Kniegelenks (einseitig oder beidseitig) vorliegt, die volljährig sind und die keinen Gelenkersatz (Totalendoprothese) im betroffenen Gelenk haben oder demnächst erhalten werden. Potenzielle Teilnehmer*innen sollten bereit sein, an fünf Terminen - in Abständen von einer Woche - zur Hochschule für Gesundheit in Bochum zu kommen. Die Termine umfassen eine Untersuchung, drei Trainingseinheiten (inkl. Messung der Schmerzempfindlichkeit) und eine Schulungseinheit, die jeweils etwa 1,5 Stunden dauern.

An den Trainingstagen erfolgen zusätzlich Messungen, die dazu dienen, die individuelle Schmerzempfindlichkeit zu ermitteln. Aufgrund der derzeit herrschenden SARS-CoV-2-Pandemie wurde für die Durchführung der Studie ein umfangreiches Hygienekonzept entwickelt. Unter anderem wird in den Räumlichkeiten mit Hilfe von CO2-Messgeräten permanent die Qualität der Luft überwacht. Den Teilnehmer*innen wird von geimpften Forscher*innen eine FFP2-Atemschutzmaske zur Verfügung gestellt.

Wer im Rahmen der STRONG-Studie an einem kostenlosen, individuell angepassten körperlichen Trainingsprogramm unter Beobachtung von examinierten Physiotherapeut*innen interessiert ist und eine umfangreiche Schulungseinheit mit kostenlosen Informationsunterlagen zur Kniearthrose erhalten möchte, kann sich ab sofort bei Marie Anderheide, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studienbereich Physiotherapie, über E-Mail marie.anderheide@hs-gesundheit.de oder Telefon (0234-777 27 588) anmelden.

Autor:

Christiane Dr. Krüger aus Bochum

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