Stadt Bochum
Verbessertes Kältekonzept soll Wohnungslosen sicher durch den Winter helfen

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Die Stadt hat ihr im vergangenen Jahr erstmals aufgelegtes Kältekonzept um weitere Angebote erweitert und insbesondere der pandemischen Situation angepasst. Ziel ist es, wohnungslose Menschen noch sicherer und bedarfsgenauer durch die kalte Jahreszeit zu bringen.

von links: Petra Peschke-Göbel, Abteilungsleiterin Soziale Dienste beim Sozialamt der Stadt Bochum, Britta Anger, Sozialdezernentin und Winfried Rottenecker, Diakon der Propsteipfarrei St. Peter und Paul. (Quelle: Stadt Bochum/Lutz Leitmann)
  • von links: Petra Peschke-Göbel, Abteilungsleiterin Soziale Dienste beim Sozialamt der Stadt Bochum, Britta Anger, Sozialdezernentin und Winfried Rottenecker, Diakon der Propsteipfarrei St. Peter und Paul. (Quelle: Stadt Bochum/Lutz Leitmann)
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„Für Menschen, die auf der Straße leben, ist vor allem die Möglichkeit einer sicheren Übernachtung sehr wichtig“, sagte Sozialdezernentin Britta Anger am Montag, 29. November, bei der Vorstellung des Konzepts. „Es braucht aber auch Orte, an denen man sich tagsüber aufhalten kann.“ Neben der Ausweitung der Aufenthalts- und Übernachtungsangebote umfasst das Kältekonzept auch Impfangebote für wohnungslose Menschen: So kann man sich am Montag, 6. Dezember, in der Zeit von 17 bis 20 Uhr an der Rotunde, Konrad-Adenauer-Platz 3, impfen lassen. Darüberhinaus wird auch die medizinische Wohnungslosenhilfe mobile Impfangebote im Stadtgebiet organisieren.

Anlaufstelle für Übernachtungen ist zunächst das Fliednerhaus, Am Stadion 7. Es gelten die 3G-Regeln. Wer keinen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen kann, kann vor der Aufnahme vor Ort einen Schnelltest machen. Bei einem positiven Testergebnis müssen sich die Betroffenen in Quarantäne in der Anlage Herzogstraße begeben, außerdem wird ein PCR-Test veranlasst.

Bei Tagestemperaturen von 0 Grad und darunter stehen zusätzlich zwölf Übernachtungsplätze für Männer (auch mit Hund) in der ehemaligen Graf-von-der-Recke-Schule zur Verfügung. Von 17 bis 21 Uhr kann man sich dort melden. Von Streetworkern begleitete hilfsbedürftige Menschen können kostenlos mit der BOGESTRA aus der Innenstadt zur Graf-von-der-Recke-Schule fahren. Alternativ kann auch ein Begleitschreiben der Diakonie für eine kostenlose Fahrt ausgestellt werden. Zusätzlich will die BOGESTRA bei extremer Nachtkälte (minus zehn Grad und kälter) einen Bahnhof im Innenstadtbereich in der Zeit von 20 bis 7 Uhr öffnen. Die Streetworker mit gezielten „Kältegängen“ verstärkt statt, um durch Werbung für die Angebote und konkrete Hinführung Erfrierungstote zu vermeiden.

Weitere Hilfen gegen Kälte

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., RV Ruhr-Lippe, bietet mit ihren „KälteEngel“ mobile Versorgung in den Wintermonaten, anzutreffen donnerstags von 19 bis 22 Uhr am Bochumer Hauptbahnhof.

Der Kälte-Bus des DRK Wattenscheid fährt in den Wintermonaten bis zum 9. Januar jeweils dienstags und samstags den August-Bebel-Platz (18 bis 19 Uhr) und den Bochumer Hauptbahnhof (20 bis 23:30 Uhr) an.

Der sonntägliche Mittagstisch der evangelischen Kirchengemeinde Bochum-Wiemelhausen findet an den letzten beiden Sonntagen im Monat in der Zeit von 10 bis 14 Uhr im Fliednerhaus statt. Neben kostenlosen Getränken und einem warmen Mittagessen sind auch im Angebot enthalten: Aufenthalt im Warmen, Nutzung der Sanitärräume, Laden von Handys und Laptops. Zugangskarten sind in den Beratungsstellen für wohnungslose Frauen und Männer sowie bei der Streetwork erhältlich.

Die Bochumer Suppenküche e.V. (Am Stadion 7) bietet im Zeitraum von bis zum 30. März mittwochs von 11:15 Uhr bis 13 Uhr eine „Wärmestube“ an.

Weitere Netzwerkpartner und ihre Angebote können der Broschüre „Hilfe und Orientierung in Bochum“ entnommen werden. Die Broschüre gibt einen Überblick über aktuelle Hilfs- und Unterstützungsangebote für wohnungslose Menschen in Bochum. Sie ist in allen Beratungsstellen, Tagesaufenthalten und Notschlafstellen erhältlich. Auch Ordnungsamt, Polizei und andere Behörden und Institutionen verteilen die Broschüren. Über einen QR-Code ist ein digitaler Stadtplan mit Informationen zu den Institutionen und Angeboten abrufbar.

Die Stadt appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, die zuständigen Behörden zu informieren, wenn der Eindruck besteht, dass sich Personen durch den Aufenthalt im Freien selbst gefährden. Sollte dies, auch aus Gründen persönlicher Vorsicht, nicht möglich sein, sollte die Polizei über die Notrufnummer 110 informiert oder bei akuter gesundheitlicher Gefährdung der Rettungsdienst der Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 alarmiert werden.

Quelle: Stadt Bochum

von links: Petra Peschke-Göbel, Abteilungsleiterin Soziale Dienste beim Sozialamt der Stadt Bochum, Britta Anger, Sozialdezernentin und Winfried Rottenecker, Diakon der Propsteipfarrei St. Peter und Paul. (Quelle: Stadt Bochum/Lutz Leitmann)
Autor:

Rainer Bresslein aus Wattenscheid

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