Hochschule Bochum: Nachhaltige Freude über zwei Auszeichnungen

Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz überreichte Vizepräsidentin Dr. Christina Reinhardt die Urkunde zum Preis. | Foto: Hochschule Bochum
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Gleich über zwei Auszeichnungen können sich die Angehörigen der Hochschule Bochum anlässlich der Verleihung des Bochumer Nachhaltigkeitspreises freuen. Am 22. Januar überreichte Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz Vizepräsidentin Dr. Christina Reinhardt und Social Media-Teamleiter Tobias Weißgerber die Urkunden. Die Agenda 21 hat die nachhaltige Entwicklung zum Leitfaden öffentlichen Handelns gemacht. In Bochum hatte der Beirat der Bochum-Agenda 21 vor fast einem Jahr den ersten Bochumer Nachhaltigkeitspreis ausgelobt. Insgesamt wurden 15 Projekte ausgezeichnet.

Tobias Weißgerber hatte sich in seiner Diplomarbeit mit nachhaltigem Produzieren und Handel beschäftigt: Viele Unternehmen produzieren und kaufen in Billiglohnländern ein, in denen nach westlichen Standards inakzeptable soziale und ökologische Bedingungen herrschen. Wird dies bekannt, laufen die Unternehmen Gefahr, öffentlich negativ aufzufallen. Um einem solchen Imageverlust vorzubeugen, verlangen einige Unternehmen bereits heute von ihren Zulieferern bestimmte Umwelt- und Sozialstandards oder entsprechende Managementsysteme. Bislang aber gibt es in der Praxis noch keine zertifizierbare Nachhaltigkeitsnorm, die ökonomische, ökologische und soziale Aspekte integriert und an der sich Unternehmen bei der Lieferantenauswahl orientieren könnten. Genau dies ist die Kernidee von Weißgerbers Arbeit: Eine solche Norm könnte Unternehmen und Organisationen, die Nachhaltigkeit global über die gesamte Lieferkette verfolgen, unterstützen, indem sie den Zulieferer, den Zulieferer des Zulieferers usw. leichter überprüfbar macht. Sie könnte also ein Schritt auf dem Weg zu einer globalen Wirtschaftsweise, die ökonomische, ökologische und soziale Ziele gleichermaßen vereint, sein.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Open Space-Workshop der Hochschule Bochum am 16. April 2012 in der BlueBox. Die Veranstaltung unter dem Motto "BO Ökologisch.Ökonomisch.Sozial. Nachhaltigkeit ist machbar!" zielte darauf ab, die Hochschule Bochum in ihrer Gesamtheit und unter Berücksichtigung aller Dimensionen eines "Leitbildes nachhaltiger Entwicklung" aufzustellen. Diese Veranstaltung, initiiert von der Hochschulverwaltung, verfolgte das Ziel, das Thema Nachhaltigkeit in die gesamte Hochschule zu tragen. Lehrende, wissenschaftlich Beschäftigte, Beschäftigte in Technik und Verwaltung sowie die Studierenden waren aufgefordert, Ideen zu entwickeln und einzubringen. Als Veranstaltungsform wurde der "Open Space" eingesetzt, eine besondere Methode der Großgruppenmoderation. Am "Open Space" nahmen über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer teil.

Der Erfolg der Veranstaltung war in der gesamten Hochschule durch die Aufbruchsstimmung spürbar, die von ihr ausging. Und so bemaß er sich vor allem an den Projektgruppen, die sich in der Folge bildeten, um bestimmte nachhaltigkeitsrelevante Aspekte zu realisieren. Als ein erstes Ergebnis der Arbeitsgruppe "Nachhaltigkeit messbar machen" etwa wird sich die Hochschule Bochum am Projekt "Ökoprofit – ÖKOlogisches PROjekt für integrierte Umwelt-Technik" beteiligen.

Natürlich beschäftigt sich die Bochumer Fachhochschule auch wissenschaftlich mit dem Thema Nachhaltigkeit. Ein Bachelor-Studiengang "Nachhaltige Entwicklung" ist in Vorbereitung. Drei Nachhaltigkeitsprofessuren sind schon besetzt worden und der Studiengang nimmt im kommenden Wintersemester 2013/14 den Betrieb auf.

Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz überreichte Vizepräsidentin Dr. Christina Reinhardt die Urkunde zum Preis. | Foto: Hochschule Bochum
Gruppenbild mit allen Preisträgern. Im Anzug Mitte rechts: Tobias Weißgerber. | Foto: Hochschule Bochum
Autor:

Ernst-Ulrich Roth aus Bochum

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