Habinghorster haben schon neue Bleibe in Aussicht
Gemeindeleben auch ohne Kirchengebäude

Sven Teschner, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Habinghorst.
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Ein sakraler Raum für Gottesdienste, ein Raum für die Angebote des Jugendzentrums Café Q sowie ein Begegnungsraum: Das sind die Vorstellungen der evangelischen Kirchengemeinde Habinghorst für den künftigen kirchlichen Ort auf der Lange Straße.

Zum 1. Januar 2020 vereinigt sich die Habinghorster Gemeinde mit der evangelischen Friedenskirchengemeinde Castrop-Rauxel (Stadtanzeiger berichtete).

Zu einem späteren Zeitpunkt geben die Habinghorster sowohl die Petri-Kirche als auch ihr Gemeindehaus (beide sind stark renovierungsbedürftig) auf. Und zwar, sobald ihr neues Domizil auf der Lange Straße fertig ist. Über die Zukunft der evangelischen Kirche in Habinghorst sprach der Stadtanzeiger mit Pfarrer Sven Teschner.

Noch keine Verträge

Im Ortsteil gebe es positive Signale. Die Gemeinde habe nicht nur ein Ladenlokal auf der Lange Straße in Aussicht. Auch ein Investor, der Erfahrung mit der Umnutzung von Kirchengebäuden habe, zeige Interesse an Grundstücken und Gebäuden an der Wartburgstraße.

"An der Stelle des Gemeindehauses sollen Wohnungen entstehen. Und die Kirche könnte sogar als Gebäude erhalten bleiben, wenn der Investor seine Pläne genehmigt bekommt", beschreibt Teschner die aktuelle Lage. "Klar ist allerdings, dass wir bis zur Fertigstellung des Ladenlokals auf der Lange Straße Kirche und Gemeindehaus weiter nutzen werden."

Weil noch keine Verträge unter Dach und Fach sind, wird noch nicht bekannt gegeben, welche Räumlichkeiten auf der Lange Straße bezogen werden könnten.

Mit dem neuen kirchlichen Ort auf der Lange Straße "gehen wir ganz nah an die Menschen heran. Wir öffnen uns für die bunte Bevölkerung des Stadtteils", erläutert Teschner. "Es gibt Vorbehalte, aber auch Begeisterung für die Pläne." Natürlich tue es weh, Bekanntes und Geliebtes, ja ein Stück Heimat, aufzugeben. "Aber Kirche braucht kein Kirchengebäude, um Gemeinde und Gemeinschaft zu leben", betont Teschner und nennt seine Aussage selbst eine "steile These. Was wir brauchen, ist ein Versammlungsort. Und daran arbeiten wir."

Sven Teschner, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Habinghorst.
Die Tage der Petri-Kirche als Kirche sind gezählt. Eventuell bleibt das Gebäude erhalten.
Autor:

Lokalkompass Castrop-Rauxel aus Castrop-Rauxel

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