Abstimmung mit Verwaltung läuft
EUV übernimmt Gewässerunterhaltung

Um die Pflege von Landwehr-, Mühlen- und Schlaanbach kümmert sich der EUV bereits. Bald soll er das auch bei Torfheider, Roß- und Goldschmiedingbach tun. Geplant ist, dass der Stadtbetrieb die Unterhaltung aller städtischer Gewässer übernimmt.

Ein exakter Zeitpunkt stehe zurzeit noch nicht fest, erklärt Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi. „Derzeit laufen Abstimmungsgespräche mit der Verwaltung, und eine zukünftige Gewässerunterhaltungssatzung ist in Bearbeitung. Diese wird voraussichtlich Ende dieses Jahres der Kommunalpolitik vorgelegt.“
Seit 1993 ist der EUV für die Unterhaltung von Mischwasserläufen zuständig – Gewässer, bei denen sauberes Regenwasser und Abwasser entflochten werden müssen. Darunter fallen Landwehr-, Mühlen- und Schlaanbach. Zudem ist der EUV für die Entwässerung und die Unterhaltung der Kanäle zuständig. „Somit macht es aus fachlicher Sicht Sinn, dem EUV die Unterhaltung der noch verbliebenen städtischen Gewässer zu übertragen, sodass die Unterhaltung künftig aus einer Hand erfolgen kann“, teilt Fulgenzi mit.

Freischnitt, Entsandung, Uferbefestigung

In Castrop-Rauxel gibt es rund 50 Kilometer Gewässer. Bei den sogenannten Reinwasserläufen (etwa zehn Kilometer), zum Beispiel Torfheider, Roß- und Goldschmiedingbach, kümmert sich bisher der Bereich Stadtgrün und Friedhofswesen um die Unterhaltung. Rund zwölf Kilometer werden durch die Wasser- und Bodenverbände WBV Dattelner Mühlenbach und den WBV Herdicksbach bearbeitet. Zu diesen Arbeiten zählen Freischnitt (jährlich), Entsandung, Uferbefestigungen, Bepflanzungen und Gehölzschnitte (nach Bedarf). Andere Gewässer werden einmal im Jahr begangen und Ablaufhindernisse entfernt.
Vom Bereich Stadtgrün sind „im Moment ein Ingenieur und vier weitere Mitarbeiter anteilig an der Gewässerunterhaltung beteiligt“, so Fulgenzi. Im Haushaltsplan 2019 sind 27.825 Euro für Personalaufwendungen vorgesehen. Weitere 47.500 Euro sind für Sach- und Dienstleistungen aufgeführt. Davon werden externe Firmen, an die die Arbeiten zum Teil vergeben wurden, und Beiträge für die Wasser- und Bodenverbände bezahlt.

Gewässerunterhaltungsgebühr

Wenn der EUV die Unterhaltung aller städtischer Gewässer übernimmt, wird eine Gewässerunterhaltungsgebühr eingeführt. Vorab werde es dazu eine Diskussion mit der Politik geben, erläutert EUV-Chef Michael Werner. Außerdem werde zunächst geprüft, was der laufende Meter Gewässerunterhaltung koste. „So wie ich das in anderen Kommunen gesehen habe, bewegen wir uns da im Nachkommabereich.“

Autor:

Vera Demuth aus Stadtspiegel Bochum / Wattenscheid

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