Henrichenburger Schüler kämpfen für ihren Bolzplatz

Für den Erhalt ihres alten Bolzplatzes demonstrierten am Dienstag (20. Februar) die Mädchen und Jungen der Grundschule Alter Garten in Henrichenburg. Weil geplant ist, auf dem Gelände Wohnhäuser zu bauen, sollen die Kinder mit den Spielgeräten umziehen. Am neuen Standort ist nach Ansicht der Schule jedoch nicht genügend Platz, um alle bisherigen Aktivitäten auch künftig wieder anbieten zu können.
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  • Für den Erhalt ihres alten Bolzplatzes demonstrierten am Dienstag (20. Februar) die Mädchen und Jungen der Grundschule Alter Garten in Henrichenburg. Weil geplant ist, auf dem Gelände Wohnhäuser zu bauen, sollen die Kinder mit den Spielgeräten umziehen. Am neuen Standort ist nach Ansicht der Schule jedoch nicht genügend Platz, um alle bisherigen Aktivitäten auch künftig wieder anbieten zu können.
  • Foto: Foto: Thiele
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Empört, enttäuscht und traurig: Die Stimmung der Grundschulkinder Alter Garten in Henrichenburg ist trotz Sonnenscheins nicht die beste.

Es hat gerade zur Pause geschellt, da stürmen die Mädchen und Jungen auf den Bolzplatz. Hier spielen sie gern. Und deshalb wollen sie ihn auf jeden Fall behalten. Auch wenn in der Nachbarschaft Wohnhäuser gebaut werden sollen, die bis auf 15 Meter an die Schule heranrücken.
275 Mädchen und Jungen der Schule sollen nach den Plänen der Stadt künftig einen Bolzplatz südlich der Schule nutzen, der jetzt noch zum Teil sumpfiges Gelände ist und erst einmal hergerichtet werden muss. Das sei aber nicht das Problem, sagt Karin Gaudigs, kommissarische Schulleiterin. "Auf der Ersatzfläche wird es ganz schön eng. Zwei der vier Fußballtore würden wegfallen."

Auch für einen Erdhügel mit Röhre sowie für ein Klettergerüst sei künftig kein Platz mehr. Und auf dem verlegten Bolzplatz müssten die Spielgeräte rasch abzubauen sein, da der Platz auch für Osterfeuer und Zirkusveranstaltung genutzt werde.

Insgesamt neun Klassenräume wären künftig dem Bolzplatz zugewandt − Ablenkung beim Lernen inklusive. Beim jetzigen Bolzplatz ist es nur ein Klassenraum.

Für Lehrerin Pia Pregler, die auf Ansprache von Eltern und Großeltern den "Schüler-Protest" zusammentrommelte, und Karin Gaudigs "ist jeder Alternativvorschlag in der Diskussion willkommen, der den alten Bolzplatz erhält."

Jetzt ist die Politik am Zuge. Am Donnerstag (22. Februar) berät der Bauausschuss über die Änderung des Flächennutzungsplans als ersten Schritt zur neuen Wohnbebauung.

Dieser Änderung wollen die Grünen jetzt doch zustimmen, teilte Ratsmitglied Ulrich Werkle auf Nachfrage des Stadtanzeigers mit. Entsprechend habe die Mitgliederversammlung am Montag (19.) entschieden. Werkle: "Unsere Vorstellungen einer alternativen Bebauung unter Beibehaltung des Bolzplatzes werden wir in das Bebauungsplan-Verfahren einbringen. Dort gehört das Thema auch inhaltlich hin." Wie die Grünen dann entscheiden, "werde man sehen".

Autor:

Lokalkompass Castrop-Rauxel aus Castrop-Rauxel

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