Lind "will nicht den Stillstand verwalten"

Dr. Oliver Lind will im Herbst neuer Bürgermeister werden.

"Wir treten nicht an, um den Stillstand zu verwalten." Dr. Oliver Lind will im Herbst Castrop-Rauxels neuer Bürgermeister werden. Und seine Partei, die CDU, soll stärkste Fraktion im Rat werden, um die Entwicklung der Europastadt voranzubringen.

Mit diesen Kernaussagen stellte sich der Bürgermeisterkandidat der Christdemokraten in dieser Woche Fragen zu seiner politischen Zukunft.

Offiziell soll Lind auf einem CDU-Stadtparteitag am Freitag (21. Februar) zum Herausforderer von Amtsinhaber Rajko Kravanja (SPD) nominiert werden.

Der Rechtsanwalt, Bau- und Verwaltungsrechtsexperte Oliver Lind will im angestrebten Amt als Bürgermeister künftig "noch mehr gestalten als bisher". Derzeit ist das 46-jährige CDU-Ratsmitglied Vorsitzender des Bauausschusses.

Zwar sei er beruflich durchaus zufrieden. Aber wenn man 30 Jahre lang kommunalpolitisch tätig sei und dann die Chance bekomme, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren, dann sage man nicht Nein. "Ich will nicht sagen, dass ich es besser kann. Aber wenn man nicht den Eindruck hat, man kann es genau so gut, dann muss man gar nicht erst antreten."

"Für meine künftige Aufgabe als Bürgermeister muss ich sicher noch das ein oder andere lernen. Allerdings sehe ich mich nicht als kalten Technokraten. Ich meine, ich kann auch mit den Menschen ganz locker sprechen. Wer mich als B3-Ausschussvorsitzenden erlebt, sieht mich vor einer klaren Aufgabestellung. Da bin ich nicht an Stimmungen, sondern an Ergebnissen interessiert." [/text_ohne]

"Nichts passiert"

Für die Partei- und Fraktionsspitze der CDU, Carsten Papp und Michael Breilmann, ist Oliver Lind bestens geeignet, die Verwaltung der Stadt Castrop-Rauxel effektiv zu führen. Das sei eine der wichtigsten Aufgaben als Bürgermeister.

Handlungsfelder, die dringend bearbeitet werden müssten, sieht Bürgermeisterkandidat Oliver Lind etwa bei der Wirtschaftsförderung, der Stadtentwicklung und dem Umlegungsausschuss. "In wesentlichen Punkten ist da in der Vergangenheit nichts passiert."

Bei der Wirtschaftsförderung könne eben nicht ein Mitarbeiter alleine das schaffen, was zuvor fünf bewegt hätten. "Wir brauchen Arbeitsplätze und dafür benötigen wir Gewerbegebiete."
Zum Thema Transparenz und Bürgerbeteiligung unterstrich Lind: "Wir müssen Transparenz nicht erst einführen. Das ist schon seit Jahren gesetzlich geregelt." Aber kaum jemand mache doch Gebrauch davon, sich etwa im Ausschuss zu informieren.

"Mit allen im Gespräch" 

Um Infos besser an die Bürger zu bringen, sollen etwa Infotafeln dort aufgestellt werden, wo etwas passieren soll, damit die Menschen, die dort leben, erfahren, was geplant sei.

Ob denn andere Parteien des Rates die Bürgermeisterkandidatur von Oliver Lind unterstützen würden, könne man jetzt noch nicht sagen, hieß es in der CDU-Spitzenrunde. Grundsätzlich sei man aber stets mit allen im Gespräch. Bei der BM-Kandidatur von Michael Breilmann war dieser auch Kandidat der FWI.

Eine offene Empfehlung erwartet die CDU-Spitze erst vor einer Stichwahl. Doch zur Stichwahl soll es nach den Vorstellungen der Christdemokraten gar nicht erst kommen.

Autor:

Lokalkompass Castrop-Rauxel aus Castrop-Rauxel

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