Klagen über Telekom-Leistung rund um Telefon und Internet

Ärger wegen Telefon- und Internetanschluss. | Foto: Thiele
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Seit Mitte März ist der Ausbau der Breitbandversorgung in Castrop-Rauxel abgeschlossen. Wie berichtet, haben damit laut Telekom rund 32.000 Haushalte die Möglichkeit, mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) im Internet zu surfen. Doch nicht überall scheint das Angebot zu funktionieren, und Bürger klagen zudem über weiteren Ärger mit der Telekom.

So bekam Versatel-Kunde Kurt Niemeyer von einer Servicefirma, die im Auftrag der Telekom tätig ist, die Auskunft, dass das Glasfaserkabel für Versatel-Kunden erst 2018 zugänglich sei. „,Und wenn ich Telekom-Kunde bin?‘, habe ich gefragt.“ Dann ab Mai, habe die Antwort gelautet. „Ich fühle mich diskriminiert“, sagt Niemeyer und erinnert daran, dass die Telekom betont habe, dass auch Kunden anderer Anbieter das schnelle Internet zugängig sei.
„Wir schaffen mit der Breitbandversorgung einen Service, den Versatel nutzen kann“, erklärt ein Telekomsprecher auf Stadtanzeiger-Nachfrage. Alles andere hänge von Versatel ab.
Eine Auskunft von Versatel, ob und wann man plant, seinen Kunden den schnelleren Service anzubieten, lag bis Redaktionsschluss nicht vor.
Zurzeit steht Niemeyer ganz ohne Telefon und Internet da – nicht zum ersten Mal. Dies sei ein Massenproblem, habe er von der Servicefirma der Telekom erfahren. „Grund dafür ist ein altes Kabel an der Borghagener Straße, das ,abgesoffen‘ ist“, habe man Niemeyer erklärt.
Falls es aktuelle Störungen gebe, werde nachgebessert, erläutert der Telekomsprecher. Zurzeit lägen jedoch keine generellen Störungsmeldungen fürs Stadtgebiet vor.

Keine Leitung frei

Auch Andy Puderbach von der Firma YBM-Deutschland am West­ring ist nicht gut auf die Telekom zu sprechen. Er hat im September 2014 zwei Telefonanschlüsse beantragt, von denen bisher nur einer eingerichtet wurde. „Laut Auskunft der Telekom gibt es zu wenige Leitungen, um den zweiten Anschluss zu legen“, so Puderbach. Daher habe er darum gebeten, dass dieses Problem beim Ausbau der Breitbandversorgung angegangen wird. Dies sei aber nicht geschehen.
Stattdessen habe er die Auskunft erhalten, dass in seinem Unternehmen trotz Breitband weiterhin nur sechs Mbit/s lieferbar sind.
„In der Tat ist an diesem Standort derzeit keine weitere freie Leitung vorhanden“, bestätigt ein Telekomsprecher. Der alte Anbieter Versatel habe die Leitungen noch nicht freigegeben. „Wann dies geschehen wird und ob eventuell noch Kündigungsfristen zu beachten sind, ist Gegenstand unserer Gespräche mit Versatel. Erst danach können wir den Kundenwunsch erfüllen und Aussagen zur verfügbaren Bandbreite treffen“, so der Sprecher.
Von Versatel selbst war auch hierzu keine Auskunft zu erhalten.

Autor:

Vera Demuth aus Bochum

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