Caritasverband plant Pflegeschule auf Zechengelände Lohberg
Stadt Dinslaken sagt Unterstützung zu

In der Presse wurde bereits über das Vorhaben des Caritasverbandes berichtet, gemeinsam mit dem St.-Vinzenz-Hospital in der ehemaligen Lohn- und Lichthalle eine Pflegeschule zu errichten. Aus Sicht der Stadt Dinslaken fügt sich das Vorhaben vermutlich in die bisherige städtische Strategie zur Umnutzung des ehemaligen Zechenareals mit Blick auf das Thema Bildung in bester Weise ein. Daher liegt es auch im Interesse der Stadt, den Caritasverband und das St.-Vinzenz-Hospital in ihrem Vorhaben zu unterstützen.

Eine stadtseitige Unterstützung bei der Akquise von Landesmitteln zur Realisierung des Projektes kann ausschließlich auf Grundlage eines dezidierten und der Stadtverwaltung bekannten Nutzungs- und Betreiberkonzeptes erfolgen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass bei Mitteln der Städtebauförderung im Zusammenhang mit dem Vorliegen eines anerkannten Integrierten Handlungskonzeptes allein die Kommune antragsberechtigt ist, ist es zwingend notwendig, dass die Stadt durch den Projektträger von den Plänen zur Errichtung der Pflegeschule in Kenntnis gesetzt wird. Rein bautechnisch ausgerichtete Unterlagen eines Bauantrags reichen nicht aus.

Breit angelegter interdisziplinärer und partizipativer Fortschreibungsprozess

Hinsichtlich einer Berücksichtigung des Vorhabens in der von der Stadt für 2019 geplanten Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes für Lohberg muss die Stadt darauf hinweisen, dass es sich um einen breit angelegten interdisziplinären und partizipativen Fortschreibungsprozess handeln muss, der einen erheblichen Zeitraum in Anspruch nehmen wird.
In einer ersten Einschätzung sieht die Stadt Dinslaken für das Projekt die Möglichkeiten der Förderung des Vorhabens über die Förderrichtlinie 11.2 der Stadterneuerung lediglich im Handlungsprogramm des sogenannten „Haus- und Fassadenprogramms“. In diesem Zusammenhang kann eine Förderung als direkter Zuschuss in Höhe von 30 Euro pro Quadratmeter umgestalteter Fläche gewährt werden. Das Programm zielt jedoch lediglich auf eine Aufwertung im Bestand ab und würde nach erster Berechnung einen Zuschuss in Höhe von rund 51.000 Euro für das Vorhaben bedeuten. Bei dem mit Verweis auf den Caritasdirektor in der Presse angegebenen Investitionsvolumen von rund 1,5 Millionen Euro würde dieses einer Förderquote von rund 3,5 Prozent entsprechen und keineswegs eine Sockelfinanzierung für das Vorhaben darstellen können.

Investitionsvolumen von rund 1,5 Millionen Euro

Die Dinslakener Stadtverwaltung hält es für sinnvoll, wenn ihr durch den Projektträger möglichst zeitnah die beabsichtigten Maßnahmen dargelegt würden, um mögliche Förderzugänge zu eruieren und diese dann anhand der gegebenen Förderkriterien zu prüfen und mit dem Fördermittelgeber beraten zu können.

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