Rückblick auf die Hochwasser-Einsätze der DLRG-Ortsgruppe Dinslaken
Über die speziellen Aufgaben der Helfertruppe

Von links: Fabian Friese, Sarah Glombiowski, Cornalia Pahl und Peter Lindemans.
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  • Von links: Fabian Friese, Sarah Glombiowski, Cornalia Pahl und Peter Lindemans.
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  • hochgeladen von Dirk Bohlen

Inzwischen sind einige Wochen vergangen, seitdem das Grauen die Republik überraschte. Doch die Nachwehen der Flutkatastrophe in einigen Bundesländern halten noch an. Noch länger - davon kann man getrost ausgehen.

Unter den Nothelfern in den besonders stark betroffenen Gebieten befanden sich auch Einsatzkräfte der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) Dinslaken. Ortsgruppensprecher Fabian Friese berichtet von den Einsätzen - immer noch schwer beeindruckt vom dem, was seine Teammitglieder und er selber vor Ort erlebt haben. Im Kurzinterview äußerte er sich so ....

dibo: Was gab den Ausschlag für die Entscheidung der Einsatzortes für die DLRG-Kräfte?
Friese: Die DLRG Dinslaken ist Bestandteil des Wasserrettungszuges 3 der DLRG Nordrhein. Ingesamt gibt es in NRW 20 dieser Wasserrettungszüge (18DLRG, 2 Wasserwacht). Über den Einsatz entscheidet die jeweilige Bezirksregierung in Absprache mit der Koordinierungsstelle der DLRG Nordrhein.

dibo: Was hat Sie vor Ort am meisten geschockt und beeindruckt?
Friese: Beeindruckt waren wir von der Hilfsbereitschaft der Bevölkerung, geschockt von der unvorstellbaren Gewalt der Natur.

dibo: In welcher Form „probt“ die DLRG für solche Einsätze?
Friese: Die Wasserrettungszüge üben regelmäßig (jährlich) in großen Übungen für den Katastrophenfall. Als Einheit üben wir in der DLRG Dinslaken.

Was Viele vielleicht nicht wissen: Die DLRG ist im Katastrophenschutz Bestandteil des dritten Wasserrettungszugs (WRZ) des DLRG Landesverbandes. Die Ortsgruppe Dinslaken sellt im WRZ einen Bootstruppm der aus fünf Personen, einem Einsatzfahrzeug und einem speziellen Hochwasserboot besteht. Die Einheiten der DLRG sind innerhalb von zwei Stunden einsatzbereit und rücken gemeinsam in das jeweilige Einsatzgebiet aus. Mitte Juli waren die Dinslakener in den Flutgebieten in Solingen,  Leichlingen, Eschweiler, Heimerzheim und Erftstadt eingesetzt.

Fabian Friese resümiert: "Die DLRG rettet Menschen aus Wassergefahr. In der aktuellen Lage haben wir Menschen aus ihren überfluteten Häusern und von Hausdächern gerettet. Sie wurden mittels Hochwasserboot an zu Patientensammelstellen gebracht und dort betreut. Im weiteren Verlauf wurden dringend benötigte Medikamente an Personen ausgeliefert, welche in ihren Häusern verblieben sind, jedoch keinen Kontakt zur Außenwelt hatten."

Wer jetzt aber meint, die Lebensretter könnten mit der gleichen Selbstverständlichkeit wie andere Organisationen ans Werk gehen, dem sei folgendes zum Thema Finanzierung gesagt: Die DLRG ist eigenfinanziert, sämtliche Einsatzkräfte arbeiten ehrenamtlich. Im Gegenzug zu Feuerwehr, THW und Deutschem Roten Kreuz erhält die DLRG keinerlei öffentliche Gelder. Die Organisation ist also  auf Mitgliedsbeiträge und Spenden angewiesen. Ein Beispiel: Die Einsatzkleidung wird größtenteils privat von den Einsatzkräften gekauft.
Fabian Friese dazu: "Aufgrund des mit vielen Chemikalien, Kraftstoffen und Fäkalien kontaminierten Wassers muss ein Großteil der Einsatzkleidung aber auch lebensrettende Persönliche Schutzausrüstung entsorgt werden. Die Wiederbeschaffung bringt enorme Kosten mit sich!"

Wer der DRLG helfen möchte, kann dies über ein Spendenkonto: DE05 3525 1000 0000 1106 35

Autor:

Dirk Bohlen aus Wesel

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