Dinslakener trumpft auf
Golfer Guido Weidemann kehrt mit Platz neun von der Amateur-WM aus Malaysia zurück

Bei den Weltmeisterschaften der Amateur-Golfer im malaysischen Johor machte Guido Weidemann am letzten Turniertag einen enormen Satz nach vorne. Der für den GC Schwarze Heide spielende Dinslakener verbesserte sich vom 19. auf den neunten Platz.
  • Bei den Weltmeisterschaften der Amateur-Golfer im malaysischen Johor machte Guido Weidemann am letzten Turniertag einen enormen Satz nach vorne. Der für den GC Schwarze Heide spielende Dinslakener verbesserte sich vom 19. auf den neunten Platz.
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Bei den Weltmeisterschaften der Amateur-Golfer im malaysischen Johor machte Guido Weidemann am letzten Turniertag einen enormen Satz nach vorne. Der für den GC Schwarze Heide spielende Dinslakener verbesserte sich vom 19. auf den neunten Platz.

von Felix Hoffman

Aber nicht nur aus sportlicher Sicht war die Reise nach Südostasien ein Erlebnis der besonderen Art: von wilden Tieren, fiesen Grashalmen und einem liebenswerten Japaner.
„Das war eine unfassbare Erfahrung“, sagt Guido Weidemann. Der Dinslakener blickt mit großer Begeisterung auf eine spannende Woche in Malaysia und seine erfolgreiche Teilnahme an der Amateur-Weltmeisterschaft zurück. Der 42-Jährige hatte das WM-Ticket bei einem Qualifikationsturnier in Issum gezogen und war damit Teil eines fünfköpfigen Teams geworden, das die deutschen Farben in Malaysia vertrat. Von Asien wusste Weidemann vorher nicht viel mehr, als „dass es ziemlich weit weg ist.“

22 Stunden dauerte die Flugreise in den Süden Malaysias

22 Stunden dauerte die Flugreise über Singapur nach Johor in den Süden Malaysias. Mit Jetlag hatte er nicht zu kämpfen: „Das ging eigentlich, ich hatte mir das viel schlimmer vorgestellt. Vielleicht lag es aber auch nur an der Vorfreude, dass mir das nichts ausgemacht hat.“ Schwerer kam Weidemann mit dem Klima zurecht: „Das war schon brutal. Eine schwüle Hitze mit Temperaturen weit über 30 Grad. Ich habe etwas gebraucht, um mich daran zu gewöhnen.“ Zeit dazu hatte Weidemann an den ersten beiden Tagen, an denen lediglich Proberunden auf den Turnierkursen „Forest City“ und „Palm Resort“ absolviert wurden.

Wunderschöne Anlagen, landschaftlich sensationell

Die beiden Plätze, auf denen um die WM-Titel der Amateure gespielt wurde, begeisterten Weidemann: „Wunderschöne Anlagen, landschaftlich sensationell. Man begegnet dort vielen exotischen Tieren, noch mehr Wasser. Überall stehen Palmen.“ Auf seinen Golfrunden machte er aber nicht nur Bekanntschaft mit Affen, Schlangen und Echsen, sondern auch mit einem für ihn ungewohnten Spieluntergrund: „Das Gras ist schon ziemlich fies. Robust und struppig. Unglaublich zäh.“ Erfreulicher waren da die Menschen, mit denen Weidemann auf seine Turnierrunden ging. Der Dinslakener entstaubte sein Englisch für Smalltalk mit Golfern aus Indien, Finnland, Ungarn, den USA. Aus der ganzen Welt waren Spieler angereist und hatten sich Hoffnungen auf den WM-Titel gemacht. Besonders gut verstand sich Weidemann mit dem Japaner Tetsuro Sodeyama. „Wir haben uns sehr gut verstanden und uns schnell angefreundet. Wir werden auch in Zukunft sicher Kontakt halten“, so Weidemann. Sodeyama beendete die WM nach vier Runden auf dem dritten Platz seiner Handicap-Klasse und Edelmetall.

Für Weidemann reichte es nicht ganz zum Sprung auf das Siegerpodest

Für Weidemann reichte es nicht ganz zum Sprung auf das Siegerpodest. Der Dinslakener konnte mit seinen Leistungen und dem neunten Platz dennoch zufrieden sein. Zumal die ersten Runden nicht gerade optimal verlaufen waren. Weidemann begann mit zwei 79er-Runden (Nettoschläge), fiel nach einer 82 auf den 19. Platz zurück. „Ich war an den ersten Tagen mehr damit beschäftigt, Fotos und Videos zu machen, als mich auf das Golfspiel zu konzentrieren“, erklärt Weidemann. Doch der Dinslakener konnte sich noch einmal erheblich steigern. Die abschließende vierte Runde beendete er mit 68 Schlägen. „Mein Spiel war deutlich besser als an den Tagen zuvor. Auf den Grüns habe ich aber immer noch zu viel liegen gelassen. Geärgert habe ich mich vor allem über drei ausgelippte Birdie-Putts.“

Weidemann hatte mit der Schlussrunde gleich zehn Platzierungen gut gemacht

Der Frust darüber verflog aber schnell beim Blick auf das Tableau: Weidemann hatte mit der Schlussrunde gleich zehn Platzierungen gut gemacht. „Ich wollte in die Top10, das habe ich erreicht, ich bin zufrieden.“ In der Addition standen 308 Schläge auf seiner Scorekarte und damit 13 mehr als beim US-Amerikaner William McKiegan, der die Bronzemedaille gewann. Weltmeister der Handicap-Klasse 6-10 wurde der Neuseeländer Henry Gao mit 291 Schlägen. Schon auf der 24 Stunden dauernden Rückreise schmiedete Guido Weidemann an seinen Zielen für die kommende Saison: „Ich wäre unheimlich gerne noch einmal dabei. Diese sieben Tage in Malaysia und dieses Turnier waren eine fantastische Erfahrung.“

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