Efi Latsoudi berichtet am 13. Mai über die Situation in Griechenland
"Auf der Suche nach einem sicheren Ort"

Gerhard Greiner, Edith Bruckwilder und Friedhelm Waldhausen haben sich selbst ein Bild der Camps und Flüchtlingslager auf Lesvos/Griechenland gemacht. | Foto: JP
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Zwei Paare, die das Leid der Geflüchteten auf den griechischen Inseln nicht in Vergessenheit geraten lassen, und sich jetzt selbst ein Bild machten.

Friedhelm Waldhausen, Superintendent im evangelischen Kirchenkreis, und seine Frau haben in den 80er-Jahren die Flüchtlingsarbeit in Dinslaken etabliert. Auch das Paar Edith Bruckwilder und Gerhard Greiner beraten und begleiten bereits seit 26 Jahren Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten. Gemeinsam reisten die Paare mit weiteren Vertretern des Eine-Welt-Ladens Dinslaken im vergangenen Herbst auf die Insel Lesvos.

Dramatische Lage in Griechenland

"Die Situation der Geflüchteten in Griechenland ist nach wie vor dramatisch", berichtet Edith Bruckwilder. Bereits 2017 waren sie und der ehemalige Flüchtlingspfarrer Gerhard Greiner nach Griechenland gereist. Vor Ort haben sie sich mit Karl Kopp von Pro Asyl getroffen und viel über die schwierige Lage der Geflüchteten in den Lagern erfahren. Seitdem unterstützt der Eine-Welt-Laden Dinslaken das Projekt "Safe Passage-Bags".

Ziel der Reise im letzten Herbst war es, mehr über die Situation der Flüchtlinge zu erfahren. Gemeinsam mit Pro Asyl wurden viele Stationen besucht und wurde mit den Menschen vor Ort gesprochen. Gemeinsam wurde auch die Organisation "Lesvos Solidarity" besucht. Die Gruppe hatte die Möglichkeit, Efi Latsoudi kennenzulernen. Ihr Engagement auf der Insel: Sie setzt sich für die Rechte von Schutzsuchenden, Hinterbliebenen und Verstorbenen ein. Sie und weitere Mitarbeiter von "Lesvos Solidarity" geben Rechtsberatung und erstellen Gutachten der Situation in Griechenland.

Unmenschliche Zustände

Im Pressegespräch erinnern sich Waldhausen, Bruckwilder und Greiner an Gespräche und Fakten, die sie von Efi Latsoudi erfahren haben: In einem Camp für knapp 3.000 Menschen lebten zum Zeitpunkt des Besuches über 8.000 Geflüchtete. Darunter über 3.000 Kinder. 40 von ihnen haben die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Für alle gebe es lediglich zwei Ärzte. Sie erzählen von unmenschlichen Zuständen.

Das Mosaik-Center, eine Art Volkshochschule

Dann berichten sie noch über ein Projekt von "Lesvos Solidarity", das Mosaik-Center. Ein Ort, den man vielleicht mit einer Volkshochschule vergleichen kann. Ein Ort für Griechen und Flüchtlinge. Es gibt verschiedene Workshops wie Musik oder Handarbeit. Dort entstehen viele Ideen, doch bei den meisten scheitert es am fehlenden Geld.

"Die Reise hatte mit der Ankunft in Deutschland nicht ihr Ende gefunden. Wir möchten den Menschen helfen, zeigen, dass wir sie im Blick haben und auf die Missstände aufmerksam machen", so Superintendent Waldhausen. Er hat die Gemeinden im Kirchenkreis aufgerufen mitzumachen. Wie, das sollte jedem selbst überlassen werden.

Autor:

Janutschka Perdighe aus Dinslaken

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