Dinslakener Holzenergiezentrum der Stadtwerke
Neue Informationsveranstaltung im Averbruch

Wie schon bei den vorangegangenen Informationsabenden führte die Moderatorin Julitta Münch souverän durch die gut besuchte Veranstaltung
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Die dritte Informationsveranstaltung bezüglich des geplanten Holzenergiezentrums fand am Donnerstag im Haus Barbara im Averbruch statt. Begrüßt wurden die zahlreich erschienenen Bürger durch die erfahrene Moderatorin Julitta Münch, welche bereits durch die beiden vorhergehenden Informationsabende geführt hatte.

Der Geschäftsführer der Stadtwerke Dinslaken, Josef Kremer, betonte in seiner Vorstellung der Anlage, wie bereits bei den vorangegangenen Bürgerinformationen (Wir berichteten) noch einmal deren Notwendigkeit, nachdem die Kohlekommission nun endgültig den Ausstieg aus der Steinkohle als Energiequelle bis spätestens 2038 empfohlen hat und die Bundesregierung dieser Empfehlung mit großer Wahrscheinlichkeit folgen wird.
„Für Dinslaken“, so Kremer, „ist das geplante Holzenergienzentrum (DHE) die beste Möglichkeit, den Energiebedarf der Region trotz der bis dahin wegfallenden Energiequellen zu decken und die Fernwärmekunden, deren Anzahl etwa zwei Drittel der gesamten Verbraucherzahl ausmacht, weiter zu versorgen.
Weitere Ausführungen zu technischen Details und Umweltaspekten machten der Geschäftsführer des beauftragten Ingenieurbüros SEEGER Enineering GmbH, Frank Huckschlag und Thomas Döking, Leiter der Hauptabteilung Nah- und Fernwärme. Lars Wittstock, Prokurist der Wärme, Energie und Rohstoff GmbH schilderte als letzter das genaue Procedre beim Lauf des Altholzes von seiner Produktion bis zur Verarbeitung und die dazugehörigen Qualitätsüberprüfungen.
Wie erwartet, kamen zu den einzelnen Themen viele Fragen und Einwände aus dem Kreis der anwesenden Bürger, welche die Moderatorin gerne entgegennahm und an die Verantwortlichen weiterreichte.
Diese gingen auf alles ein und konnten so auch einen großen Teil der Bedenken ausräumen, wenngleich auch noch nicht alle Skeptiker von den Vorteilen überzeugt scheinen.

Bedenken bestanden vorrangig bezüglich der Umweltbelastung

Bedenken bestanden vorrangig bezüglich der Umweltbelastung, der Lärmimmissionen sowie des erhöhten LKW Aufkommens.
Gutachten bestätigten aber die Unbedenklichkeit der Anlage durch Werte, die erheblich unter den relevanten Grenzwerten der einzelnen Belastungen liegen sollen. In Bezug auf die Umweltverträglichkeit verwiesen die Verantwortlichen auf die CO2 Neutralität von Holz, welches bereits vollkommen verarbeitet bei der Anlage ankommt und in der geschlossenen Halle unter Unterdruck entladen wird, so dass keine Stoffe nach außen dringen können. Auch der geplante Schallschutz wird dafür sorgen, dass die Werte unterhalb der zulässigen Grenzen bleiben.
Kremer legte zudem eine Statistik vor, nach der die Feinstaubbelastung durch Holzfeuerung und Kamine in Privathaushalten bundesweit bei etwa 25000 Tonnen/Jahr liegt, die durch thermische Abfallbehandlung jedoch lediglich bei 56 Tonnen/ Jahr.

Industriebrache würde im Falle der Nichtrealisierung irgendwann einer anderen Bestimmung zugeführt werden

Zudem betonte Kremer, dass die Industriebrache im Falle der Nichtrealisierung irgendwann einer anderen Bestimmung zugeführt werde und auch dann ein erhöhtes LKW Aufkommen zu erwarten sei, ganz gleich was gebaut werde. „Zudem“, so der Geschäftsführer, „wird vertraglich vereinbart, dass die insgesamt 78 LKW Bewegungen pro Tag lediglich über bestimmte Strecken durchgeführt werden dürfen. Eine Nichteinhaltung würde zu Vertragsstrafen führen“.
Die Anlage soll gewinnbringend arbeiten. „Kalkuliert sind etwa vier Millionen Euro mehr pro Jahr, von denen zwei gebührensenkend an die Verbraucher weitergegeben werden“, versprach Kremer und schloss, „Was allerdings mit den anderen beiden Millionen passiert, entscheidet unser Aufsichtsrat“.
Wenn alles gut geht, wovon die Beteiligten aufgrund der vorliegenden Gutachten überzeugt sind, könnte der Baubeginn bereits im Dezember dieses Jahres stattfinden und der Probebetrieb im August 2022 aufgenommen werden. Die Genehmigungsanträge werden ab diesem Monat schrittweise nach und nach eingereicht. Selbstverständlich wird das Genehmigungsverfahren unter Beteiligung der Öffentlichkeit durchgeführt.

Weitere Fragen zu dem Thema beantworten die Stadtwerke ab sofort auch online.

Wie schon bei den vorangegangenen Informationsabenden führte die Moderatorin Julitta Münch souverän durch die gut besuchte Veranstaltung
Lars Wittstock, Prokurist der Wärme, Energie und Rohstoff GmbH erklärte den Lauf des Altholzes von der Produktion bis zur Verwertung sowie das Procedre der durchgängigen Qualitätssicherung
Autor:

Randolf Vastmans aus Xanten

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