Chronik der Stadt und Bürgermeisterei Dorsten

Hans Jochen Schräjahr (VOH) und Stadtarchivarin Christa Setzer mit den Originalen der Dorstener Chroniken, Regierungspräsidentin Dorothee Feller mit der Buchausgabe, Heinz Winter (VOH), Bürgermeister Tobias Stockhoff und Heinz Kleine Vossbeck (VOH) – zum Anlass des Treffens passend an der Dorstener Geschichtsstation Rathaus.
  • Hans Jochen Schräjahr (VOH) und Stadtarchivarin Christa Setzer mit den Originalen der Dorstener Chroniken, Regierungspräsidentin Dorothee Feller mit der Buchausgabe, Heinz Winter (VOH), Bürgermeister Tobias Stockhoff und Heinz Kleine Vossbeck (VOH) – zum Anlass des Treffens passend an der Dorstener Geschichtsstation Rathaus.
  • Foto: Stadt Dorsten
  • hochgeladen von Karin Janowitz

Dorsten. Nachdruck historischer Chroniken an Regierungspräsidentin Feller übergeben.

Bei einem Besuch in Dorsten übergab der Verein für Orts- und Heimatkunde (VOH) Regierungspräsidentin Dorothee Feller ein Exemplar des Buches „Chronik der Stadt und Bürgermeisterei Dorsten“. 

Die Chroniken aus dem Bestand des Stadtarchivs Dorsten beleuchten die Jahre ab 1815 bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts und sind verbunden mit der Geschichte der Bezirksregierung Münster, denn die Jahresberichte über das Geschehen in den Städten mussten von den Bürgermeistereien auf Geheiß der damals preußischen Verwaltung verfasst werden. Dies ist allerdings vor 200 Jahren nur in wenigen Orten so konsequent geschehen wie durch die Dorstener Bürgermeister Bernhard Gahlen und Franz Luck, die sehr authentische Schilderungen der Lebensbedingungen zu ihrer Zeit hinterlassen haben.

Die Regierungspräsidentin würdigte das Engagement des Vereins für die lokale Geschichte. Die Ereignisse der Vergangenheit prägten Strukturen und Selbstverständnis einer Stadt. Sie zu erforschen, zu dokumentieren und in der Gegenwart lebendig zu halten, gehöre für viele Menschen zum Gefühl von Heimat. Genau dieses Thema nehme die neue Landesregierung nun stärker in den Blick. Dass Geschichte nicht einfach nur Vergangenheit beschreibt, sondern in die Gegenwart reicht, zeigten ihr die Chroniken in besonderer Weise: Aus den Texten ist auch ablesbar, wie Verwaltung vor 200 Jahren organisiert wurde; viele heutige Strukturen stammen aus dieser Zeit: Das Amt des Landrates etwa oder die Bildung von Regionalverwaltungen, aus denen die heutigen Bezirksregierungen hervorgingen.

Die Bürgermeister schrieben auf, was wichtig war für die Menschen in dieser Zeit, die Saat auf den Feldern, das Wetter ...davon hing ab, ob die Menschen eine reiche Ernte einfahren und gut über den Winter kommen konnten oder ob sie Hunger leiden mussten. Bürger über 60 – es waren nicht viele – wurden als „Alte“ geführt, 1824 wurde erstmals in Dorsten die Hundesteuer erhoben. Oft ist die Rede in der Chronik von den Dorstener Schulen, damals wie heute eine wesentliche Aufgabe der Gemeinde.

Das Buch „Chronik der Stadt und Bürgermeisterei Dorsten“ als historische Quelle zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist zum Preis von 24 Euro u.a. erhältlich in der Stadtinfo Dorsten, Recklinghäuser Straße 20.

Autor:

Karin Janowitz aus Dorsten

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