Neue Verträge
Brandmeldeanlagen: Ab Januar übernimmt Bosch die Alarmübertragung zur Leitstelle

Symbolbild

Kreis. 630 Brandmeldeanlagen im Kreis Recklinghausen sind über ein spezielles Übertragungsnetz direkt mit der Kreisleitstelle der Feuerwehr verbunden. Sollte in einem der Betriebe ein Brand ausbrechen, wird die Leitstelle sofort alarmiert. Ab dem 1. Januar 2019 gilt ein neuer Vertrag: Die Firma Bosch hat den Zuschlag für die Einrichtung und den Betrieb des Alarmübertragungsnetzes bekommen und wird für die Weiterleitung der Alarmierung von der Brandmeldeanlage zur Feuerwehr in allen zehn Städten des Kreises sorgen.

Für Unternehmen in den Städten Dorsten, Haltern am See, Oer-Erkenschwick und Waltrop bringt die Umstellung keine große Veränderung, da Bosch dort auch in der Vergangenheit schon für die Leitungen zuständig war. Trotzdem müssen die Betreiber von Brandmeldeanlagen neue Verträge unterschreiben. In Gladbeck hat der Wechsel bereits in den zurückliegenden Monaten stattgefunden. Für Castrop-Rauxel, Datteln, Herten, Marl und Recklinghausen steht der Wechsel nun bevor.

Die Betreiber der Brandmeldeanlagen in den Städten wurden bereits im Sommer dieses Jahres angeschrieben und auf die Umstellung hingewiesen. Der bisherige Anbieter hat die Kündigung des Vertrags zum 31.12.2018 mitgeteilt, Bosch hat ein Angebot für die Übernahme der Leistungen ab dem 1.1.2019 zugeschickt. "Trotzdem gibt es noch einige Betreiber von Brandmeldeanlagen, die sich bislang gar nicht gemeldet haben, obwohl die Frist zur Rückmeldung im September war. Sie werden wahrscheinlich ab dem 31. Dezember um Mitternacht keine direkte Leitung mehr in die Leitstelle haben", sagt Kreisbrandmeister Robert Gurk.

Welche Maßnahmen in solchen Fällen ergriffen werden müssen, damit die Betriebserlaubnis nicht erlischt, müssen die Unternehmen direkt mit den für sie zuständigen Bauordnungsämtern klären.

Hintergrund

Bereits 2013 hatte das Bundeskartellamt festgelegt, dass die Konzessionsverträge höchstens für zehn Jahre abgeschlossen werden dürfen. Außerdem hat die Telekom die Verträge für die Nutzung ihrer Leitungen zum 31.12.2018 gekündigt, so dass die Kreisverwaltung einen neuen Anbieter für die Verbindung zwischen Brandmeldeanlagen und Kreisleistelle ausschreiben musste.

Das Vergabeverfahren für die kreisweite Erbringung der Leistungen ab dem 1. Januar 2019 hat die Firma Bosch gewonnen. Sie wird über ihr eigenes Netz die Alarmierung der Feuerwehr von der Brandmeldeanlage aus vornehmen.
Bislang galten die Konzessionen, die die Städte vor Inbetriebnahme der Leitstelle 2002 vergeben hatten. Der Kreis hatte die Verträge mit der Einrichtung der Kreisleitstelle übernommen. Darum gab es im Kreis auch drei unterschiedliche Anbieter (Siemens, Tyco und Bosch).

Brandmeldeanlagen dienen der frühzeitigen Branderkennung zum Schutz von Menschenleben. Sie sind zum Beispiel in sogenannten Sonderbauten wie in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen oder Einkaufszentren ab einer bestimmten Größe vorgeschrieben. Im industriellen Bau gelten sie unter anderem für Betriebe mit Produktionsanlagen, deren Maschinen ein hohes Maß an Wärme erzeugen oder für Gefahrgutlager.

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