Isseldamm droht zu brechen / Krisenstab koordiniert die Hilfe für Hamminkeln, Sonsbeck und Xanten

Die Kreuzung Hamminkelner/Van-de-Wall-Straße bei Brünen wurde gesperrt, damit die Dammschutzarbeiten an der Issel nicht durch Gaffer gestört werden.
  • Die Kreuzung Hamminkelner/Van-de-Wall-Straße bei Brünen wurde gesperrt, damit die Dammschutzarbeiten an der Issel nicht durch Gaffer gestört werden.
  • Foto: Lokalkompass Wesel
  • hochgeladen von Olaf Hellenkamp

Der Krisenstab bei der Kreisverwaltung Wesel koordiniert im Kreishaus Wesel die Hilfe für die Betroffenen in den Kommunen Hamminkeln, Sonsbeck und Xanten. Der Landrat hat am Donnerstag, (2.06.2016), ein Großschadensereignis für den Kreis Wesel festgestellt. Der Krisenstab ist seit 2.20 Uhr einsatzbereit.

Der Krisenstab, zu dem neben Vertretern der Kreisverwaltung auch Polizei, Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Bundeswehr gehören, bearbeitet zurzeit bereits - teilweise auch präventiv - folgende Lage:

Seit gestern gibt es starke Regenfälle im gesamten Kreisgebiet. Besonders betroffen sind die Innenstadtbereiche von Sonsbeck und Xanten. Hier fließt das Wasser nicht mehr ab. Im Einsatzbereich Hamminkeln spitzt sich die Lage weiterhin zu. Hier ist bei einem aktuellen Pegelstand von ca. 2,10 m der Isseldamm im Bereich Ringenberg in Gefahr. Derzeit werden 20.000 Sandsäcke für den Einsatz vorbereitet und dorthin verbracht.

In den Einsatzgebieten sind derzeit 650 Einsatzkräfte aus dem gesamten Kreis Wesel im Einsatz; weitere 350 Einsatzkräfte sind im Zulauf. Zur Unterstützung wurde eine Feuerwehrbereitschaft aus den Bereichen der Städte Oberhausen, Essen und Mühlheim angefordert. Erste Schichtwechsel werden abgewickelt.

Die Lage der Bevölkerung ist angespannt, aber nicht kritisch.

Die Einsätzkräfte der Rettungsdienste sind alle über Funk alarmiert worden und bereits in ihren Unterkünften, um sofort einsatzbereit zu sein. Das DRK übernimmt die Verpflegung der Einsatzkräfte.

Kurzum, der Krisenstab will sich auf alle möglichen Einschränkungen rechtzeitig einstellen. Dennoch wird es kaum möglich sein, alle Probleme zeitgleich zu bewältigen. Hierfür wird um Verständnis gebeten.

Außerdem wird die Bevölkerung gebeten, den Notruf 112 nur in Notfällen zu wählen und sich über das Lokalradio Radio K.W., über Radio NRW bzw. über WDR 2 über weitere Maßnahmen oder auch auf der Internetseite kreis-wesel.de zu informieren.

Unter Tel. 0800 120 4000 informiert der Kreis Wesel über die aktuelle Lage. Außerdem erhält man hier notwendige Informationen, Verhaltensmaßnahmen usw.

Autor:

Olaf Hellenkamp aus Dorsten

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