Eine Übergangslösung
Wochenmarkt zieht auf die Recklinghäuser Straße und den Platz der Deutschen Einheit

 Andreas Unnebrink, Sprecher der Altstadt-Markthändler.
  • Andreas Unnebrink, Sprecher der Altstadt-Markthändler.
  • Foto: Archiv / Olaf Hellenkamp
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Altstadt. Die fortschreitende Umgestaltung der Dorstener Fußgängerzone mit dem Stadterneuerungsprogramm „Wir machen MITte“ erreicht im neuen Jahr den Marktplatz. Ab Montag, 4. Februar, finden Kundinnen und Kunden den beliebten Frischemarkt darum in der Recklinghäuser Straße und auf dem Platz der Deutschen Einheit. Diese Übergangslösung vereinbarten Händler und Stadtverwaltung bei einem Abstimmungsgespräch am Montagabend im Rathaus.

Den Händlern ist es wichtig, dass der Markt als Einheit erhalten bleibt, dass Standorte möglichst nicht zu häufig wechseln, bestimmte Sortimente nahe beieinander zu finden sind und dass die Anbindung an die Fußgängerzone erhalten bleibt. Dies gelingt mit der nun vereinbarten Übergangslösung am besten.

An Montagen baut der Markt ausschließlich in der Recklinghäuser Straße auf. An Donnerstagen werden die Standflächen bis auf den Platz der Deutschen Einheit ausgeweitet. An Samstagen – dem stärksten Markttag in Dorsten – werden sich die Stände dann vom Alten Rathaus bis auf den gesamten Platz der Deutschen Einheit ziehen.

Eine Besonderheit dabei: Die Buslinien der Vestischen werden ab 9. Februar an Samstagen auf den Willy-Brandt-Ring verlegt, der Südwall und der Ostwall entlang der Wallgräben werden im Bereich Recklinghäuser Tor für den Verkehr gesperrt, sodass der Samstags-Wochenmarkt in der Bauzeit besser an die Altstadt angebunden ist. Insbesondere bei gutem Wetter ab Frühjahr kann dies ein sehr attraktives Angebot sein.

Diese Regelung gilt, bis die fortschreitenden Arbeiten zur Erneuerung der Innenstadt die Recklinghäuser Straße erreichen. Die Stadt wird rechtzeitig Absprachen mit den Markthändlern treffen, wie es danach weitergeht, wenn auch hier gearbeitet wird.

Weil der Wochenmarkt eine große Bedeutung für die Dorstener Innenstadt hat, wird die Stadt den Händlern in einem weiteren Punkt entgegenkommen: Nachdem die Standgebühren bereits von 1,30 Euro pro Quadratmeter auf 1,00 Euro gesenkt wurden, werden diese nun für die Dauer der Bauarbeiten noch einmal halbiert auf 50 Cent.

Um ausreichend Platz für Marktstände in der Recklinghäuser Straße schaffen zu können, muss das Spielgerät an der St. Agatha-Kirche nun doch für die Dauer der Bauarbeiten abgebaut werden. Nach Fertigstellung der Arbeiten zur Umgestaltung in diesem Bereich wird das Spielgerät wieder installiert und durch ein Trampolin-Spielgerät an der St. Agatha-Kirche in Nähe zur Ursulastraße ergänzt.

Es war zunächst überlegt worden, den Frische- und Wochenmarkt während der weiteren Erneuerung der Fußgängerzone in der bereits umgestalteten oberen Lippestraße und am Lippetorplatz zu platzieren. Eine „Stellprobe“ vor einigen Tagen hat allerdings ergeben, dass hier unter Berücksichtigung von Brandschutzanforderungen nicht genug Standplätze ausgewiesen werden können. Diese Anforderungen haben sich mit der neuen Landesbauordnung geändert. Rettungswege und Aufstellflächen für Drehleitern müssen jetzt jeweils um einen halben Meter breiter sein, so dass sich die möglichen Stellflächen für Marktstände verringern.

Ein Konzept, wie unter diesen neuen Bedingungen Marktstände bei Katharinen- oder Nikolausmarkt platziert werden, wird entwickelt. Das Planungsbüro Lohaus + Carl wird für die weitere Beratung kurzfristig eine Potenzialplanung für Standplätze aufstellen.

Info:

Unter dem Motto „Wir bauen MITte“ wird das Stadtteilbüro zu den Arbeiten für die Erneuerung der Fußgängerzone monatlich einen Sonder-Newsletter mit der jeweils aktualisierten Baustellen-Planung herausgeben. Dieser Newsletter ist zu finden auf wirmachenmitte.de, auf der Stadtseite dorsten.de oder er kann angefordert werden per Mail an info@wirmachenmitte.de. Die Pflasterarbeiten in der Straße Im Kühl verzögern sich witterungsbedingt leicht. Anwohner, die deshalb ihre Garagen oder Parkplätze nicht erreichen können, können ihre Sondergenehmigungen für die gebührenfreie Nutzung öffentlicher Parkplätze unkompliziert bis zum 31. März 2019 verlängern lassen. Anwohner können sich mit der bereits ausgestellten Genehmigungskarte im Bürgerbüro im Rathaus der Stadt Dorsten melden.


Lesen Sie dazu auch → Arbeiten in der Fußgängerzone schreiten weiter voran / Wochenmarkt zieht um

Autor:

Olaf Hellenkamp aus Dorsten

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