Transformator auf Schienen
Seltener Schwertransport führt durch Dorsten

Zu nächtlicher Stunde gab es auf der ehemaligen Venloer Eisenbahn, dem Reststück, das an Fürst Leopold vorbei zum Umspannwerk der Amprion GmbH in Kusenhorst führt, einen der äußerst seltenen Schwertransporte eines Transformators.
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  • Zu nächtlicher Stunde gab es auf der ehemaligen Venloer Eisenbahn, dem Reststück, das an Fürst Leopold vorbei zum Umspannwerk der Amprion GmbH in Kusenhorst führt, einen der äußerst seltenen Schwertransporte eines Transformators.
  • Foto: Manfred Diekenbrock
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Zu nächtlicher Stunde gab es auf der ehemaligen Venloer Eisenbahn, dem Reststück, das an Fürst Leopold vorbei zum Umspannwerk der Amprion GmbH in Kusenhorst führt, einen der äußerst seltenen Schwertransporte eines Transformators.

Die Fuhre, die aus einer starken dieselelektrischen Lokomotive vom Typ "Class 66", einem Schwertransportwagen mit 20 Achsen und zwei weiteren Begleitwagen bestand, erreichte kurz nach 3 Uhr in der Früh von Gladbeck-West kommend den Bahnhof Dorsten und bewegte sich dann im Schritttempo entlang der Lippramsdorfer Straße. In der nächtlichen Stille hörte man gelegentlich das Hupen der Lokomotive und den satten Sound der schwer arbeitenden Motoren.

Der für die Dorstener Anschlussbahnen verantwortliche Betriebsleiter, Rainer Plichta, hatte die wichtige Aufgabe, den Zug als Lotse zu begleiten. Weiteres Personal sicherte die Straßenübergänge, die ja am Gleis in Richtung Lippramsdorf nicht über Schranken oder Lichtsignale verfügen. Es dauerte fast eineinhalb Stunden bis der Transport sein Ziel erreichte und der schwere Transformator, der etwa 200 Tonnen wiegen dürfte, entladen werden konnte. Bis zum Nachmittag mussten Zug und Lokomotive auf dem Gelände des Umspannwerks verbleiben.

Um 16.30 wurde dann die Rückfahrt angetreten. Diesmal ohne Transformatior. Allerdings musste die Lok den Zug bis zum Anschluss an die Hauptbahn in Hervest drücken. Rainer Plichta beobachtete vom ersten Wagen aus die Strecke, verständigte sich mit den Kollegen, die die Übergänge sicherten und informierte telefonisch den Lokomotivführer. So dauerte auch diesmal der Weg bis zum Dorstener Bahnhof zwei Stunden. Dort übernahm die Diesellok wieder die Spitze des Zuges und konnte ihre Fahrt nach in Richtung Gladbeck fortsetzen.

Autor:

Olaf Hellenkamp aus Dorsten

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