"Dortmund nazifrei": Neues Bündnis will Marsch verhindern

Symbolische Sitzblockade des neuen Bündnisses "Dortmund nazifrei!" auf dem Friedensplatz.
  • Symbolische Sitzblockade des neuen Bündnisses "Dortmund nazifrei!" auf dem Friedensplatz.
  • Foto: Schmitz
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Mit einer symbolischen Sitzblockade stellte sich das neue Bündnis „Dortmund nazifrei“ auf dem Friedensplatz vor. Mit dieser Taktik wollen Mitstreiten aus Schulen, Parteien, gewerkschaften, Studenten und viele mehr am 3. September verhindern, dass Neonazis ungehindert durch Dortmund marschiern können. So wollen die n Antifaschisten friedlich die Route der Rechten einschränken. Denn am 3. September, so fürchten sie, werden zum wiederholten Mal über 1000 Nazis durch die Straßen Dortmunds ziehen und ihre menschenverachtende Propaganda verbreiten. Verschiedene Dortmunder Bündnisse bereiten Gegendemonstrationen vor. In diesem Jahr hat sich mit „Dortmund nazifrei! Bündnis demokratisches Dortmund“ ein Bündnis gegründet, deren Unterstützer aus der Mitte der Dortmunder Gesellschaft kommen und sich erstmals zu dem Ziel bekennen den Aufmarsch der Nazis zu blockieren. Unterstützer sind: Alevitische Jugend (BDAJ) Dortmund, Alevitische Jugend (BDAJ) NRW, Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend Dortmund und Lünen, Arbeitsgemeinschaft Selbstständige Dortmund, AStA TU Dortmund, Auslandsgesellschaft Deutschland e.V., AWO Dortmund, BezirksschülerInnenvertretung Dortmund, bodo e.V., B90/ Grüne Dortmund, B90/ Grüne NRW, DGB Dortmund, DGB Jugend Dortmund, DGB Jugend NRW, DIDF Dortmund, DIDF NRW, Fan-Projekt Dortmund e.V., Förderverein Gedenkstätte Steinwache – Internationales Rombergparkkomitee, JuHus (Junge Humanisten im HVD NRW), Gegen Vergessen – Für Demokratie – östl. Ruhrgebiet, Grüne Jugend Dortmund, Grüne Jugend Bundesverband, Grüne Jugend NRW, Jugendring Dortmund – Arbeitsgemeinschaft Dortmunder Jugendverbände, JuLis Dortmund, JuLis NRW, Jusos Dortmund, Jusos NRW, Jusos Velbert, Jusos Wuppertal, Liga für Menschenrechte im Iran, "Mach meinen Kumpel nicht an!" e.V. - Verein gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus, Multikulturelles Forum Lünen e.V, Paritätische Wohlfahrtsverband Dortmund, SJD Die Falken Bundesverband, SJD Die Falken Dortmund, SJD Die Falken Gelsenkirchen, SJD Die Falken NRW, SJD Die Falken Wuppertal, SLADO e.V., SPD Dortmund, ver.di Bezirk Dortmund, ver.di Jugend NRW, sowie
Ullrich Sierau (Oberbürgermeister der Stadt Dortmund), Guntram Schneider (Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW), Manfred Sträter (Geschäftsführer NGG), Eberhard Weber, Zülfiye Kaykin (Staatssekretärin für Integration beim Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW), Uta Schütte-Haermeyer (Kinder- und Jugendpolitische Sprecherin B90/Grüne Fraktion Dortmund), Ernst Prüsse (Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion), Renate Schmitt-Peters (Christinnen und Christen für den Frieden), Daniela Schneckenburger (MdL), Ali Dogan (stv. Vorsitzender des Landesjugendringes NRW), Armin Jahl (MdL), Volker Beck (MdB), Nadja Lüders (MdL), Gerda Kieninger (MdL), Marco Bülow (MdB), Ulla Burchardt (MdB), Markus Kurth (MdB), Ernst Söder (Gewerkschaftssekretär, i.R.), Ulrich Langhorst (Ratsmitglied Dortmund B90/Grüne), Aysun Tekin (Geschäftsführerin Elternverein DOTEV e.V.), Anke Unger (Landesjugendsekretärin DGB NRW), Ulrich Sander (Bundessprecher VVN-BdA), Reinhard Alff (Zeichner), Michael Wassermann, Ingrid Reuter (Sprecherin Ratsfraktion Dortmund B90/Grüne), Mario Krüger (Sprecher Ratsfraktion Dortmund B90/Grüne), Ulrike Märkel (Ratsfrau Dortmund B90/Grüne), Mathias Wittmann (Ratsmitglied B90/Grüne), Saziye Altundal-Köse (Ratsmitglied Dortmund B90/Grüne) "Dortmund nazifrei!" will sich dem Nazi-Aufmarsch in den Weg zu stellen.
Dazu schreibt das Bündnis "Dortmund stellt sich quer!": Wir begrüßen es sehr, dass sich kurzfristig ein weiteres Bündnis gegründet hat – "Dortmund nazifrei!", das sich das Blockieren des geplanten Aufmarsches alter und neuer Nazis am 3. September in Dortmund ebenfalls vornimmt. Das öffentlichkeitswirksame Probe-Blockieren eines Kerns entschlossener
Mitglieder des Bündnisses aus dem politischen Spektrum von SPD und
Grünen und die dabei getroffenen Aussagen des Oberbürgermeisters Ullrich
Sierau lassen erwarten, dass es nicht bei der Ankündigung bleiben,
sondern dass sie in die Tat umgesetzt werden wird. Damit wird die Front derjenigen, die sich – von Jahr zu Jahr anwachsend – den Provokationen der erklärten Faschisten in Dortmund entgegenstellen und sie zu verhindern suchen, in diesem Jahr noch um einiges stärker sein. Es lässt hoffen, dass sich auch bisher noch unentschlossene Bürger und Bürgerinnen beteiligen werden - alle sind willkommen, die der politischen Verherrlichung von Rassismus und Gewalt und ihrer kriminellen Anwendung in der Stadt entgegentreten und sie aktiv verhindern helfen. Damit wächst auch die Sicherheit für alle, die in der
Kette des Widerstands stehen oder sitzen. Wir fordern weiterhin und jetzt mit noch mehr Nachdruck, dass der Polizeipräsident das beabsichtigte Aufmarschieren von Nazis aus ganz Deutschland und Europa in Dortmund verbietet.

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